Drei Tipps für mehr Herzkohärenz

Schon fünf Minuten bewusstes Fühlen einer angenehmen Emotion wie Wertschätzung wirken sich positiv auf unser Immunsystem aus. Denn positive Emotionen verstärken die Kohärenz in unserem Herzrhythmus. Dies hat das HeartMath Institute in einer Studie ermittelt, die bereits 1995 im Journal of Advancement in Medicine veröffentlicht wurde.

Und mit diesen drei einfachen Tipps können Sie mehr Wertschätzung in Ihr Leben bringen:

1. Sammeln Sie die Kraft positiver Gefühle.

Wählen Sie ein paar Fotos, die in ihnen ein Gefühl von Wertschätzung erzeugen. Platzieren Sie diese Fotos an Orten, an denen Sie sie über den Tag verteilt immer wieder sehen: in ihrem Auto, auf ihrem Schreibtisch, am Spiegel im Badezimmer, am Kühlschrank.

Wenn Sie dann auf eines der Fotos schauen, dann halten sie einen Moment inne und verbinden Sie sich ganz bewusst mit dem Gefühl der Wertschätzung.

2. Erinnerungshilfen

Damit Sie sich das bewusste Fühlen von Wertschätzung richtig angewöhnen, ist es wichtig, sich regelmäßig darin zu üben. Kleben Sie dazu bspw. ein Post-it an Ihren Bildschirm, in Ihren Kalender oder an ein anderes Gebrauchsobjekt, das Sie regelmäßig nutzen. Sie können sich auch regelmäßige Erinnerungen in den Kalender Ihres Smartphones einplanen oder gar über den App Store einen Achtsamkeits-Timer (z.B. Glocke der Achtsamkeit [Android] oder Klangschalentimer [iOS]) herunterladen. Je häufiger Sie für einen kurzen Moment innehalten und ganz bewusst Wertschätzung empfinden, desto besser wird Ihre Herzkohärenz. Und allmählich wird Wertschätzung zu einer festen Größe in Ihrem Leben.

Überlegen Sie sich in diesen kurzen Momenten, was Sie heute erlebt haben, das sie wertschätzen können. Oder Sie wertschätzen sich selbst dafür, dass Sie sich an Ihren Plan halten. Durch die regelmäßige Übung verbessern Sie auch Ihr Bewusstsein dafür, was alles Gutes in Ihrem Leben passiert.

3. Führen Sie ein Dankbarkeits-Tagebuch

Nehmen Sie sich am Ende des Tages etwas Zeit, um einige Dinge aufzuschreiben, für die sie dankbar sind. Es können so einfache Dinge sein wie bspw. die Freundlichkeit eines Menschen, der Ihnen heute die Tür aufgehalten hat etc.

Wenn Sie regelmäßig in Ihr Dankbarkeitstagebuch schreiben, hilft Ihnen das, Ihr Leben mehr aus einer Perspektive von Dankbarkeit zu sehen. Nachdem Sie Ihre kleine Liste angefertigt haben, nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um sich ganz bewusst mit einem Gefühl von Wertschätzung oder Dankbarkeit für diese Punkte auf Ihrer Liste zu verbinden. Je regelmäßiger Sie diese Übung machen, desto mehr werden sie davon profitieren.

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Produktivität – mal anders betrachtet

Sie sind Profi in Ihrem Job und wissen genau, was Sie zu tun haben. Und doch geht immer wieder das Thema um „Wie kann ich (noch) produktiver sein?“. Ist das denn überhaupt möglich, oder verlangt da jemand von Ihnen, zu einer Maschine zu werden? Produktiver sein heißt aber auch – für einen selbst – Ziele direkter zu erreichen, überflüssige Belastungen zu vermeiden und negative Emotionen nicht aufkommen zu lassen – sondern positive Gefühle zu erzeugen.

Produktivität braucht positive Emotionen

Gefühle und Emotionen sind ja Kernthemen von HeartMath. Deswegen ist es umso erfreulicher, dass Wissenschaftler uns ein weiteres Argument dafür liefern, weshalb es so wichtig ist, Emotionsregulation als Kernkompetenz zu entwickeln. Steffanie Wilk von der Ohio State University hat herausgefunden, dass die Stimmung von Mitarbeitern zu Arbeitsbeginn in aller Regel ausschlaggebend dafür war, wie sich diese den ganzen Tag über fühlten. Und diese Stimmung hatte einen eindeutigen Einfluss auf ihre Leistungsfähigkeit, also wie viel die Mitarbeiter arbeiteten und wie gut sie ihre Arbeit erledigten.

Ob sie nun zu Hause arbeiten oder in einem Büro oder eine Fabrikgebäude, ob sie selbstständig sind oder angestellt – Ihre Gefühlslage am Morgen wird sich ziemlich sicher darauf auswirken, wie gut es ihnen gelingt, ihr Tagespensum zu schaffen, sowohl in Hinsicht auf Qualität wie auch auf die Arbeitsmenge. Wäre es also nicht ein gutes Investment in ihre Produktivität, wenn sie sich morgens etwas Zeit nehmen, um ihre Stimmung positiv zu beeinflussen? Wir empfehlen Ihnen dazu die Technik Quick Coherence.

Quick Coherence (Schnelle Kohärenz)

Schritt 1: Herzatmung. Richten Sie dazu Ihre Aufmerksamkeit auf die Mitte Ihres Brustkorbs. Stellen Sie sich vor, dass Sie durch Ihre Herzregion ein- und ausatmen. Dies fördert die Kohärenz. Atmen Sie etwas langsamer und tiefer als sonst, 5 Sekunden ein und aus, oder in einem anderen angenehmen Rhythmus.

Schritt 2: Herzgefühl. Rufen Sie ganz bewusst ein angenehmes Gefühl auf, z.B. Ihre Wertschätzung für jemanden oder etwas Wichtiges in Ihrem Leben. Oder fragen Sie sich: „Worauf freue ich mich heute?“ und spüren Sie diese (Vor)Freude ganz bewusst.

Die Ergebnisse dieser Studie haben auch für Führungskräfte eine hohe Relevanz.

Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit sollte sich damit beschäftigen, wie sie die Grundstimmung in ihrem Team positiv beeinflussen.

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