Webinar-Mitschnitt: HeartMath Deutschland Ausbildungsprogramm

Wie viele Methoden für Selbstregulation, innere Fitness und Resilienz kennen Sie, die sofort wirken? Und deren Wirkung dann als Bestätigung auch noch auf dem Bildschirm sichtbar ist?

Einfachheit, Sichtbarkeit und Messbarkeit sind große Stärken von HeartMath. Diese Verbindung ist ein klares Alleinstellungsmerkmal.

  • Die Übungen sind bequem in den Alltag zu integrieren
  • Fortschritte sind ersichtlich, leicht messbar und bei regelmäßiger Anwendung konstant
  • Selbstwirksamkeit motiviert – und das dauerhaft

Mit HeartMath arbeiten Menschen aus unterschiedlichen Bereichen

Nicht-medizinisch: Coaches, Trainer, Berater, Personaler, Manager und Führungskräfte, Change Manager, Projektleiter, Mediatoren, BGM-Verantwortliche

Medizinisch: Ärzte, Psychologen,Heilpraktiker, Therapeuten

 

Arbeiten Sie in einem dieser Berufe oder planen Sie eine berufliche Neuorientierung? Dann erfahren Sie in diesem Webinar-Mitschnitt, wie Sie sämtliche Vorteile der HeartMath-Methode für Ihre Kunden / Klienten / Patienten / Mitarbeiter und damit auch für Ihren persönlichen Erfolg nutzen können.

 

 

 

Mehr erfahren: Unser Ausbildungsprogramm.

A walk in the park …

Gehen Sie doch öfter mal in einem Park oder im Wald spazieren! Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken.

Ja, Bewegung ist wichtig. Aber ist es auch wichtig, wo wir uns bewegen?

Japanische Wissenschaftler wollten das etwas genauer wissen und ließen 17 männliche Studenten während 15 Minuten in einem Park und zum Vergleich in der Stadt spazieren gehen. Während des Spaziergangs wurden verschiedene Parameter gemessen, im Anschluss an den Spaziergang füllten die Studenten drei verschiedene Fragebögen aus.

Im Vergleich zur Stadt war die Herzfrequenz beim Spazieren im Park signifikant niedriger (-4%). Die Aktivität des Parasympathikus, der inneren Bremse, stieg im Park deutlich (+17%). Stress und Anspannung werden also nicht nur durch Bewegung alleine abgebaut, sondern auch durch die Umgebung, in der wir uns bewegen. Die Teilnehmer haben dies auch subjektiv deutlich wahrgenommen: Nach dem Spaziergang im Park fühlten sie sich wohler, entspannter und lebendiger, Ängste und andere unangenehme Emotionen wurden weniger.

 

Auch wenn die meisten von uns in Städten leben und aufwachsen, haben sich unsere physiologischen Funktionen in der Evolution in einer natürlichen Umgebung entwickelt. Deshalb käme es nicht von ungefähr, so die Wissenschaftler, dass Menschen dazu tendierten, natürliche Umgebungen zu suchen. Diese wirken sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden aus. Intuitiv, und auch nachgewiesenermaßen.

 

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Photo by Annie Spratt on Unsplash

Innere Fitness im Vertrieb

Wir Menschen sind emotionale Wesen, die eben auch Gedanken, Vernunft und Verstand haben. Aber wir bleiben auch im Berufsalltag emotionale Wesen. Statt dies zu verdrängen – „bleiben Sie mal sachlich“ -, ist es von wesentlicher Bedeutung für den Erfolg im Beruf, Emotionen ganz bewusst einzubeziehen. Ein Bereich, in dem Emotionen eine ganz wesentliche Rolle spielen, ist der Verkauf. Und nicht nur die Emotionen der Kunden. Im Mittelpunkt müssen die Emotionen des Verkäufers/Vertrieblers stehen. Wir nennen dies „innere Fitness“.

 

Für Verkäufer ist die Steuerung von Emotionen eine notwendige Kernkompetenz

Auch in schwierigen Kundensituationen müssen sie authentisch und positiv agieren können. Doch leider gelingt es kaum jemand, sich nur durch „anders Denken“ in einen bestimmten emotionalen Zustand zu versetzen. Denn Emotionale Selbstregulation benötigt den Körper. Warum? Das erfahren Sie in dieser Webinaraufzeichnung.

 

Inhalte des Webinars:

  • Die fundamentale Rolle von Emotionen im Vertrieb.
  • Warum Emotionen keine reine Kopfsache sind sondern körperliches Geschehen und wir deshalb positiv fühlen und nicht nur positiv denken müssen.
  • Weshalb „Surface-Acting“ auf Dauer erschöpft und wahre Authentizität „Real Acting“ erfordert.
  • Wie die Herzfrequenzvariabilität als zuverlässiges physiologisches Maß für die Fähigkeit zur (emotionalen) Selbstregulation dient.
  • Wie Sie mit einfachen Atem- und Fokussierungsübungen innere Balance und Gelassenheit finden und Resilienz steigern und so trotz hoher Beanspruchung auf positive Weise bestmögliche Leistung erbringen und damit erfolgreicher werden.
  • Wie Biofeedback ein besseres Bewusstsein für Emotionen schafft, die so dringend notwendige Motivation und das „Dranbleiben“ fördert und wie Sie moderne Biofeedback-Systeme sinnvoll in den Arbeitsalltag integrieren.
  • Weshalb wir noch viel mehr unsere persönliche Energie statt unsere Zeit managen müssen.

Mehr erfahren: Unser Angebot „Innere Fitness im Vertrieb“.

Geschwindigkeitsrausch – So entkommen Sie der Hektik-Falle

Es ist zwar schon eine ganze Weile her, doch ich erinnere mich noch so, als wäre es gestern gewesen. Es war meine siebte oder achte Fahrstunde – die Doppelstunde – und das hieß: ab auf die Autobahn! Ich hatte das Glück, meinen Führerschein auf einem Golf GTI zu machen. Mein Fahrlehrer animierte mich, mal so richtig Gas zu geben. Ein herrliches Gefühl, mit noch nicht einmal 18 Jahren mit hoher Geschwindigkeit über die Autobahn zu jagen. „An der nächsten Ausfahrt raus, wir kehren um.“ Mein Fahrlehrer mahnte mich auf der Ausfahrtspur: „Pass deine Geschwindigkeit an!“ „Hab‘ ich doch“, war meine ernst gemeinte Antwort. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, nur noch mit den jetzt vorgeschriebenen 80 km/h unterwegs zu sein. „Schau auf den Tacho und brems auf 80 runter!“ Mein Fahrlehrer wurde etwas lauter, und ich verstand auch warum. Der Tacho zeigte knapp 120 km/h. Ich wollte es nicht glauben, bremste aber hart. Bei der nächsten Möglichkeit sollte ich dann rechts ran fahren. Mein Fahrlehrer erklärte mir in aller Ruhe, was passiert war. „Geschwindigkeitsrausch“ fing er an „ist eine große Gefahr.“ Was er mir dann im Detail erklärt hat, weiß ich nicht mehr genau. Aber sicherlich kennen Sie alle dieses Phänomen. Verschiedene wissenschaftliche Studien haben sich ebenfalls damit beschäftigt. Bereits in den sechziger Jahren fand der Brite G. G. Denton heraus, dass Fahrer, die aufgefordert wurden, ihre Fahrgeschwindigkeit zu halbieren, diese nur etwa um 30 % verringerten. Besonders deutlich dabei waren Fehlschätzungen von Änderungen einer längere Zeit lang gefahrenen Geschwindigkeit. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine Untersuchung aus dem Jahr 1981: Auf die Frage nach der Restgeschwindigkeit nach Bremsmanövern aus verschieden hohen Geschwindigkeiten wurden die Restgeschwindigkeiten im Schnitt um ca. 37% unterschätzt. Mehr über dieses Thema finden Sie hier. Doch das Risiko von Geschwindigkeitsrausch gibt es nicht nur beim Autofahren.

Auch für das Herz gibt es einen „Tacho“

Ich leite regelmäßig Seminare in Unternehmen. Und je häufiger ich mit Führungskräften und Mitarbeitern an Schlüsselpositionen zusammenkomme, desto mehr erhärtet sich mein Eindruck: Viele von ihnen sind ebenfalls in einer Art Geschwindigkeitsrausch, auch wenn für die meisten dieser Rausch kein angenehmer ist. Sie sind mit einer so hohen Taktung unterwegs, im Multitasking und im schnellen Aufgabenwechsel gefangen, dass es Ihnen oft schwer fällt, meinen kurzen und einfachen Achtsamkeits- und Fokussierungsübungen zu folgen. Das Hamsterrad, in dem sie sich befinden, dreht sich immer schneller. Doch sie sind sich dieser Tatsache oft nicht wirklich bewusst. Zumindest nicht so bewusst, dass sie ab und zu auch mal so richtig auf die Bremse treten. Nicht nur im Jahresurlaub. Wobei sogar dieser häufig nach dem Motto „höher, schneller, weiter“ abläuft. Wir brauchen also auch einen Tacho, auf den wir ganz bewusst schauen und prüfen können,  ob unsere Geschwindigkeit angemessen ist.

Die Natur hat auch daran gedacht. Unser wichtigster Taktgeber ist auch gleichzeitig unser Tacho – unser Herz. Doch die Hauptinformation ist nicht die Drehzahl, also die Herzfrequenz, sondern die Herzratenvariabilität (HRV). Die HRV gibt Infos über den Zustand unseres Autonomen Nervensystems und zeigt uns an, ob wir mit angemessener oder überhöhter Taktung unterwegs sind, also ob wir uns uns in Balance befinden oder nicht. Und Sie zeigt uns an, wie gut wir beim Bremsen zu innerer Balance finden.

HRV-Biofeedback – Feinfühligkeit in Hightech umgesetzt

Traditionelle Chinesische Ärzte sind in der Lage, per Pulsdiagnostik – mit ihren Fingern am Handgelenk des Patienten – zu spüren, ob unser Herz harmonisch beschleunigt und wieder abbremst oder ob dies in einer sehr chaotischen Weise passiert. HeartMath hat Möglichkeiten entwickelt, die diese Feinfühligkeit in Hightech umsetzen: in sensible Biofeedbacksysteme. Viele Menschen haben sich diesen erst zögernd genähert, um sie später dann mit Überzeugung und Begeisterung täglich zu nutzen. Auf unserer Website finden Sie ausführliche Informationen zu unseren modernen Biofeedbacksystemen, sei es mit Inner Balance fürs Smartphone oder Tablet oder mit emWave2 bzw. emWave Pro. Dort können Sie diese auch ganz bequem gleich online bestellen.

 

 

Photo by Samuele Errico Piccarini on Unsplash

Mit Herzratenvariabilitäts(HRV)-Messungen Resilienz und Überlastung objektiv messen

Optimale Leistungsfähigkeit erfordert ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anspannung und Regeneration. Doch wie gut gelingt es tatsächlich, aus dem Belastungsmodus in einen Regenrationsmodus zu schalten? Häufig besteht eine Lücke zwischen eigener Wahrnehmung und der Realität, was zu einer trügerischen Sicherheit führen kann. Diese Lücke schließt eine HRV-Messung.

Veränderung braucht Bewusstsein!

Wissen Sie, was Sie und Ihre Mitarbeiter tatsächlich belastet? Wo Sie Energie verlieren? Wie gut oder schlecht es um Ihre Erholungsfähigkeit bestellt ist? Wie gut Sie im Schlaf tatsächlich regenerieren? Eine HRV-Messung ist ein objektiver Spiegel unbewusster Körperprozesse und dient als Standortbestimmung und Startpunkt für ein persönliches Veränderungsmanagement.

HRV-Messungen sind Eye-Opener und Wake-Up-Call für tatsächliche Belastung und Resilienzreserven

In diesem Webinar-Mitschnitt lernen Sie ein wissenschaftlich fundiertes Werkzeug kennen, mit dem Stressoren, Ressourcen, Regenerations- und Erholungsfähigkeit bestimmt werden können. Wer die körperliche und mentale Belastbarkeit realistisch einschätzen kann, geht bewusster mit den eigenen Ressourcen um und bleibt auf Dauer in der Lage, sein volles Leistungspotenzial abzurufen.

Inhalte des Webinars:

  • Wissenschaftliche Grundlagen der Herzratenvariabilität (HRV)
  • Fragen, die eine HRV-Messung objektiv beantworten kann
  • Unterschiede von HRV-Kurzzeitmessung und 24h-HRV-Messung
  • Wie können HRV-Messungen ein Bewusstsein schaffen für echte Stressquellen, Energieverlust und tatsächliche Regeneration
  • Warum Schlafdauer als Kriterium nicht ausreicht und wie eine gute „Schlafarchitektur“ aussieht
  • Warum Freizeitsport nicht immer ausgleichend wirkt, sondern auch zu einer zusätzlichen Belastung werden kann
  • Warum die Herzratenvariabilität ein zuverlässiges Maß für die psychische und körperliche Resilienz ist
  • Ablauf und Organisation von HRV-Messungen, persönlich und in Unternehmen

 

Hier können Sie sich die Aufzeichnung des Webinars ansehen und anhören: 

 

Unser Angebot: 24h-HRV-Messung für Unternehmen

Kann HRV-Biofeedback die Effektivität von Psychotherapie fördern?

Diese Frage stellt der amerikanische Psychotherapeut Richard M. Zwolinski auf seinem Blog „Therapy Soup“ Dr. Eric Chamberlin, einem Experten für Mind-Body-Medizin. Chamberlin beantworte diese Frage eindeutig: “ Psychotherapie kann sehr kraftvoll sein, allerdings sind die Fortschritte oft nicht gleichmäßig. Dies liegt oft daran, dass Klienten nicht in der richtigen Stimmung oder Geisteshaltung sind, um sich voll auf die Behandlung einzulassen und davon zu profitieren. So kann es sein, dass eine Person so von ihrer Angst beherrscht wird, dass sie sich nicht richtig konzentrieren kann. Oder dass sie bei einem Gespräch über emotional sehr aufgeladene Themen von diesen überwältigt wird und sich verschließt. Es war meine Hoffnung, dass mittels der HRV das Nervensystem so  ausgeglichen werden kann, das es möglich ist, ‚den Zug in der Spur zu halten‘ und auf Lösungen für die Probleme hin zu arbeiten, die die Klienten zur Therapie führten. Es funktioniert.“

Die Arbeit mit der HRV hat eine enorme Hebelwirkung

Seine Klienten lässt Chamberlin bereits vor einer Sitzung – im Wartezimmer oder auf der Fahrt in seine Praxis – mit HRV-Biofeedback arbeiten, um in den inneren Ausgleich zu kommen und sich auf die Arbeit in der Sitzung vorzubereiten. Bei Bedarf setzt er es auch in einer Sitzung ein, falls ein Klient innerlich wegdriftet. Und der Einsatz von HRV-Biofeedback in den Stunden und Tagen nach einer Sitzung hilft den Klienten, die Erfahrung der Sitzung „zu verdauen“ und Veränderungen umzusetzen.

Weiterlesen:

Die Wirkung der HRV in der Psychotherapie wurde auch wissenschaftlich bestätigt

Es gibt mittlerweile einige Studien, die die positiven Effekte von HRV-Biofeedback bei psychischen Problemen nachgewiesen haben. Hier zwei Beispiele:

1. Klare Verbesserung von Angstsymptomen beim Einsatz von HRV-Biofeedback in der Musiktherapie.

„The therapy outcome was positive, with marked symptom improvements. RFB appeared to have functioned as an adaptive intervention, modulating the emotional difficulty of the sessions according to the therapy phase and the client’s current needs.“

Weiterlesen: The effect of resonance frequency breathing when used as a preparatory exercise in music psychotherapy: A single-case experimental study of a client with anxiety disorder

2. HRV-Biofeedback ist ein hilfreiches Werkzeug bei der Aggressionsbewältigung.

„The results support the hypothesis (…) that the consistent use of biofeedback as an intervention can be a beneficial tool for the management of anger. The results imply that biofeedback intervention can also be useful in reducing the number and severity of domestic violence cases as well as other anger-related criminal offenses.“

Weiterlesen: Biofeedback Intervention for Anger Management: A Case Study

 

Aus all diesen Gründen ist der Wissenschaftler Paul Lehrer der Meinung, „Biofeedback ist ein wichtiger aber häufig ignorierter Bestandteil von Psychotherapie“, und erklärt uns, wie und warum HRV Biofeedback wirkt.

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Photo by Eduard Militaru on Unsplash

Die Herzratenvariabilität – ein Maß für die körperliche und mentale Regulationsfähigkeit

Der menschliche Körper ist ein komplexes Zusammenspiel von Gehirn, Organen, Geweben, Zellen und Stoffwechsel und muss sich dauernd an neue Umstände anpassen. Mit Schwitzen und Fieber hilft er sich bspw. bei der Regelung der Temperatur. Die Regulation der Körpertemperatur dient dazu, den Organismus im Winter zu wärmen oder im Sommer zu kühlen. Auch wenn unwillkommene Erreger wie Grippeviren vorhanden sind, wird die Körpertemperatur sofort erhöht: Fieber regt nämlich die weißen Blutkörperchen an, damit diese die Bakterien oder Viren besser fressen können. Fieber ist also ein Vorgang der gezielten inneren Anpassung. Dies ist ein Beispiel für eine vorübergehende Störung. Bleibt eine Störung aber dauerhaft bestehen oder kommen weitere Störungen hinzu, ist die Regulationsfähigkeit des Körpers gefährdet. Dabei können Störungen sowohl auf rein körperlicher Ebene stattfinden wie auch auf der psychischen Ebene.

Eine therapeutische Intervention kann immer nur dann wirken, wenn der menschliche Körper zur Regulation fähig ist. Die Regulationsfähigkeit des Organismus ist gebunden an ein regulierendes und regulierbares Grundsystem. Damit also eine Intervention auch Veränderungen bewirken kann und regulierend in den Organismus eingreifen kann, ist sie an die Fähigkeit des Systems gebunden, „mitmachen“ zu können.

 

HRV ist die Messgröße für die Regulationsfähigkeit des Organismus

Aber woher wissen Sie, ob ein(e) Patient*in in der Lage ist zu regulieren und Ihre Intervention zu „verarbeiten“? Seit einigen Jahren haben Wissenschaftler gezeigt, dass die Herzratenvariabilität (HRV) ein geeignetes Messinstrument ist, um verschiedenste Aspekte von Selbstregulation zu messen, wie z.B.:

  • Körperliche Gesundheit (Kim et al., 2015; Huikuri et al., 1999; Grieco, Colberg, Somma, Thompson, & Vinik, 2014)
  • Mentale Gesundheit (Cicchetti et al., 2014; Bradley et al., 2010; Scott & Weems, 2014; Bosch, Riese, Ormel, Verhulst, & Oldehinkel, 2009); s. auch hier
  • Selbstkontrolle (Geisler & Kubiak, 2009)
  • Aggressivität (Gower & Crick, 2011)
  • Sucht und riskantes Verhalten (Quintana, Guastella, MGregor, Hickie, & Kemp, 2013; Kniffin et al., 2014; Buckman, White, & Bates, 2010)
  • Fähigkeit zu sozialer Interaktion (Shahrestani, Stewart, Quintana, Hickie, & Guastella, 2014; Movius & Allen, 2005)
  • Emotionsregulation/-kontrolle (Hastings et al., 2008; Pu, Schmeichel, & Demaree, 2010; Guy, Souders, Bradstreet, DeLussey, & Herrington, 2014; Davis, Quiñones-Camacho, & Buss, 2016)
  • Exekutive und/oder kognitive Funktionen (Thayer, Hansen, Saus-Rose, & Johnsen, 2009; Marcovitch et al., 2010)

Außerdem sind HRV-Messungen auch eine ideale Therapiekontrolle für Interventionen jeglicher Art.

HeartMath hat mit dem emWave Pro Plus ein sehr kostengünstiges System entwickelt, mit dem Sie nicht nur die HRV Ihrer Patien*innen messen können. Im emWave Pro Plus sind auch die HRV-Biofeedback-Funktionen des emWave Pro enthalten, um die Variabilität des Herzens zu trainieren und damit direkt die Regulationsfähigkeit des Organismus zu verbessern.

 

 

 

Photo by Raka Rachgo on Unsplash

 

 

Stress schädigt das Herz durch verstärkte Aktivität der Amygdala

Schon lange ist bekannt, dass psychischer Stress das Herz schädigen kann. Als Ursache wurden bisher Veränderungen des autonomen Nervensystems und des endokrinen und inflammatorischen Systems identifiziert. Jetzt konnten Wissenschaftler aus den USA zeigen, dass eine stressbedingt verstärkte Aktivität der Amygdala für ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko mitverantwortlich ist. Hier geht es zur Studie.

Ihr Gehirn und insbesondere auch Ihre Amygdala hören auf Ihr Herz

Das Gehirn ist auf die neurologischen Informationen des Herzens angewiesen. Ja, das Herz sendet mehr Signale ans Gehirn (mehr neurale Informationen) als das Gehirn ans Herz. Ihr Herzrhythmusmuster teilt dem Gehirn mit, was der Körper fühlt; das Gehirn interpretiert diese Informationen und entscheidet, was zu tun ist. Das Herz kommuniziert Informationen über den Vagusnerv an den Thalamus und die Amygdala, zwei wichtige Gehirnzentren.

Amygdala – Speicher emotionaler Erinnerungen

In der Amygdala werden emotionale Erinnerungen verarbeitet. Sie vergleicht die vom Herzen und den Sinnen (Sehen, Hören, Berührung, Geschmack und Geruch) eingehenden Informationen mit bereits gespeicherten emotionalen Erinnerungen. Die Amygdala sucht nach Mustern, die zu früheren Erfahrungen passen. Wenn sie ein Herzrhythmusmuster  oder Sinneseindrücke empfängt, diese mit einer früheren Erfahrung in Verbindung bringen kann, deckt sie auf,  wenn es eine Deckungsgleichheit zwischen einem früheren und einem aktuellen Muster gibt. Die Zellen im Zentrum der Amygdala arbeiten sogar synchron mit dem Herzschlag. War die frühere Erfahrungen stressig, so löst die Amygdala – alarmiert durch die aktuelle „gleiche“ Erfahrung – eine Stressreaktion aus, und damit die negativen Emotionen, die mit der früheren Erfahrung einhergingen. Daher reagieren sie bspw. negativ auf einen Namen in ihrer Mailbox oder Ihrem Telefondisplay, weil Ihre Amygdala die unangenehme Erinnerung  an diesen Menschen gespeichert hat.

Mit HeartMath aus dem Stress aussteigen

Mit den Techniken von HeartMath ändern Sie Ihren Herzrhythmus und somit die Informationen, die das Herz an die Amygdala sendet.  Damit durchbrechen Sie die Stressreaktion sofort.

Im letzten ist es unsere eigene Entscheidung, ob wir eine Stressreaktion ausleben oder uns davon befreien wollen.  Ist es nicht besser, insbesondere auch für unser Herz, unsere Gesundheit im allgemeinen, unser Wohlbefinden und auch für unsere Umwelt, wenn wir unsere emotionale Energie darauf verwenden uns selbst zu regulieren statt nur zu reagieren. Sie alle werden es Ihnen danken.

HeartMath Coaching bei Trennungsschmerz

Eines Tages kam eine Frau zu mir, welche mir von Ihrem Trennungsschmerz erzählte, der so stark war, dass sie wusste: «Ich brauche Unterstützung». Sie beschrieb mir ihre innere Unruhe und die Angst welche sie in sich spürte, obschon sie diese nicht greifen konnte. Als Lösung schlug ich ihr die Selbstregulationstechnik von HeartMath vor. Denn ohne Beruhigung der inneren Alarmsysteme können wir nicht an Lösungen arbeiten. Sie willigte ein und so instruierte ich ihr die herzfokussierte Atmung. Nach der Durchführung dieser Technik, welche bloß ein paar Minuten in Anspruch nimmt, fühlte sie sich leichter, erlangte mehr innere Ruhe und wir konnten damit beginnen, das Problem an der Wurzel anzugehen.

Nach einiger Zeit kamen wir zum springenden Punkt, dass es für sie schwierig bis unmöglich war, mit den jeweiligen Partnern in der Kommunikation zu bleiben, sobald es etwas schwieriger wurde. Wir erarbeiteten Klarheit darüber, dass eine Beziehung ohne Kommunikation schwierig bis unmöglich wird. Wir verliessen bald die Problemebene und suchten nach Lösungen in der aktuellen Situation, in der jetzigen Zeit. Es wurde klar, dass trotz der Trennung noch alltägliche Dinge mit ihrem Ex-Partner zu bereden sind. Sie konnte sich kaum vorstellen, wie sie dieses Gespräch führen sollte. Wir nahmen den Druck aus der Situation indem ich sagte, dass sie dies nicht sofort machen müsse, es sei wichtig zu Kräften zu kommen und Zuversicht zu gewinnen. Wir beendeten die Sitzung mit einer herzfokussierten Atmung und dem Hinweis, dass sie diese Technik von jetzt an täglich bis zu 3x praktizieren sollte.

Zwei Tage später klingelte mein Telefon. Meine Kundin war am anderen Ende und meinte, sie wäre zuhause gewesen und hätte plötzlich ein Verlangen gespürt, die Situation zu beenden. Sie sei jetzt vor der Wohnungstüre ihres Ex-Partners und sie zögere zu klingeln… Wir besprachen die Situation und wägten die verschiedenen Möglichkeiten ab. Angst vor einem unangenehmen Ausgang wurde erkennbar. Wir definierten die Minimumziele, welche sie an diesem heutigen Tag erreichen wollte. Damit schwand der Druck und Kraft kehrte zurück. Ich teilte ihr noch mit, dass die herzfokussierte Atmung immer helfe, wenn man sich unwohl fühle und auch, wenn man sich blockiert fühlt; man müsse sich nur daran erinnern.

Wir verblieben, dass es ihre einzige Aufgabe war, im Gespräch zu bleiben und so oft wie möglich die herzfokussierte Atmung anzuwenden – dies kann man immer in Redepausen tun oder man zieht sich für einen Moment zurück (ein Toilettengang biete sich da immer sehr gut an).

Am selben Abend hörte ich nichts mehr von ihr. Ich war natürlich selbst auch sehr gespannt und übte mich ebenfalls in Zuversicht für einen positiven Ausgang meiner Kundin. Am nächsten Tag meldete sie sich. Sie war sogar etwas euphorisch. Erzählte mir, dass das Gespräch super gelaufen sei. Ihr Ex-Partner sei ziemlich verdattert gewesen, denn sie hätten drei Stunden diskutiert und die herzfokussierte Atmung hätte ihr sehr geholfen. Er habe gesagt: «Was ist denn mit dir passiert, das gab es ja noch nie…»

Ich hatte selbst nicht damit gerechnet, dass meine Intervention so rasch fruchtet und schon gar nicht, dass man so schnell in eine Lösungssituation kommen kann. Besonders nicht mit dieser Vorgeschichte. Das Problem der Kommunikationsblockade (kortikale Inhibition genannt) bestand ja nicht erst seit kurzem, sondern das Problem ist schon zu einem veritablen System gewachsen. Das Ausbrechen aus einem erprobten und gelebten System (in der Neurowissenschaft «Datenautobahn» genannt) ist immer mit sehr viel Aufwand verbunden. Umso schöner, dass so schnell so gute Ergebnisse erzielt werden konnten. Diese schnelle Wirkkraft bestätigt sich bei mir in den häufigsten Fällen der Coachings. Dies überzeugt mich regelmäßig von Neuem. Ich bedanke mich bei meiner Kundin für diese tolle Erfahrung und freue mich auf viele neue Lösungen in der Arbeit mit HeartMath.

-Yves NATER, HeartMath Coach und Trainer

 

Links zu Yves Nater:

https://twitter.com/Emotionsmanager

https://www.xing.com/profile/Yves_Nater

http://emotionsmanager.ch/

 

Bildreferenz: Xavier Sotomayor

Das kleine Gehirn im Herzen

Dr. J. Andrew Armour hat bereits 1991 den Begriff Herzgehirn eingeführt. Dieses „Herzgehirn“ besitzt, wie auch das eigentliche Gehirn, ein komplexes Netzwerk von Neuronen, Neurotransmittern, Proteinen und Helferzellen. Das Herzgehirn kann unabhängig vom Kopfgehirn agieren und verfügt über ausgeprägte sensorische Fähigkeiten.

Dr. Armour hat dem HeartMath Institute freundlicherweise einige Bilder zur Verfügung gestellt, die mit einem hoch auflösenden Mikroskop aufgenommen wurden.


Die erste Aufnahme zeigt die enge Verbindungen zwischen den intrinsischen Ganglien im menschlichen Herz. DIe hellblauen feinen Strukturen im linken Bild sind multiple Axone, die die einzelnen Ganglien miteinander verbinden. Das rechte Bild ist eine vergrößerte Aufnahme eines Ganglions. Der Ausschnitt entspricht dem Rechteck im linken Bild.


Dieses Bild eines stark vergrößerten intrinsischen Herzganglions wurde mit einem Konfokalmikroskop aufgenommen, das in der Lage ist, eine Schicht nach der anderen zu fotografieren und daraus eine 3D-Aufnahme zu erstellen. Ganglien bestehen aus Gruppen von Nervenzellen (Soma) und befinden sich außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks. Jede einzelne der kleineren kreisförmigen Strukturen ist der Zellkörper eines individuellen Neurons.


Hier sehen Sie einen Querschnitt durch ein intrinsisches Herzganglion. Im Zentrum befinden sich massenhaft Dendriten ( Zellfortsätze von Nervenzellen), die die einzelnen Neuronen miteinander Verbinden. Dieses Dendritenfeld ist eine ideale Struktur für unabhängige Informationsverarbeitung.


Die intrinsischen Herzganglien sind über das Herz verteilt. Insbesondere findet man diese an den Anschlüssen der großen Gefäße.


Afferente Neuronen senden Informationen zu anderen Neuronen. Diese sensorischen afferenten Neuronen erkennen lokale mechanische oder biochemische Veränderungen im Gewebe des Herzens. Diese Informationen werden an das restliche intrinsische Nervensystem des Herzens weitergeleitet, und von da aus häufig zum Kopfgehirn.