Stress ist ansteckend – Kohärenz aber auch!

In unserem letzten Blogbeitrag haben wir Ihnen Forschungsergebnisse vorgestellt, wonach bereits das Beobachten einer stressigen Situation eine körperliche Stressreaktion auslösen kann. Stress wirkt also ansteckend. Und diese Wirkung ist noch stärker, wenn wir damit direkt konfrontiert werden: Kommen wir in einen Raum, in dem „dicke Luft“ herrscht und Leute gestresst oder wütend sind, so zieht uns das runter und wir fühlen uns unbehaglich. Auch wenn wir mit der Sache gar nichts zu tun haben. Dies funktioniert zum Glück jedoch auch in die andere Richtung. Eine Studie aus dem Jahr 2010 beweist: auch das Gegenteil ist wahr — wir können andere mit positiven Emotionen anstecken. Weiterlesen →

Stress ist ansteckend

Denn bereits das Beobachten stressiger Situationen kann eine körperliche Stressantwort auslösen

Zu diesen Ergebnissen kommen Wissenschaftler in einem groß angelegten Kooperationsprojekt zwischen den Abteilungen von Tania Singer am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften und Clemens Kirschbaum von der Technischen Universität Dresden. Empathischer Stress trat besonders häufig auf, wenn Beobachter in einer Paarbeziehung zu der gestressten Person standen und das Geschehen direkt über eine Glasscheibe verfolgen konnten. Aber auch wenn fremde Personen lediglich auf einem Bildschirm zu sehen waren, versetzte das einige Menschen in Alarmbereitschaft.
In unserer von Stress geprägten Gesellschaft ist dieser empathisch vermittelte Stress ein nicht zu vernachlässigender Faktor für das Gesundheitswesen.

Ob wir es also wollen oder nicht, unser emotionaler Zustand beeinflusst unsere Mitmenschen. Und sind wir mit diesen Menschen persönlich verbunden, noch viel stärker. Insofern tun wir nicht nur uns selbst einen Gefallen, wenn wir lernen, unsere Emotionen zu regulieren. Wir schützen auch unsere Mitmenschen vor diesem hoch ansteckenden emotionalen Virus.

Quellen:

 

Not happy? Don’t worry!

Dieses Lied sollte sich jeder zu Herzen nehmen

Sicherlich haben viele von Ihnen noch das geniale und ansteckende Pfeifen von Bobby McFerrin im Ohr, mit dem er seinen Hit aus den 80ern „Don’t worry, be happy!“ beginnt. Ich kann mich noch gut erinnern, wie dieses Lied mir ein Lächeln ins Gesicht zauberte und mich fröhlich machte. Im Gegensatz zu den meisten „üblichen“ Stimmungsliedern hat „Don’t worry, be happy!“ auch eine klare Botschaft: wer sich auf negative Dinge und Probleme konzentriert, verdoppelt diese und steckt mit seinem finsteren Blick auch noch andere an.

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