Die HeartMath-Methode in der Arztpraxis – Erfahrungen aus erster Hand

Eine ausgeprägte Herzratenvariabilität (HRV) ist Zeichen einer gut funktionierenden Selbstregulation – körperlich und emotional. Diese Fähigkeit zur Selbstregulation ist ein Schlüsselfaktor für eine gute Gesundheit und die Genesung von Krankheiten.

Mittlerweile gibt es in der internationalen Datenbank PubMed mehrere Tausend Beiträge über den Zusammenhang von HRV und Gesundheit. Wissenschaftler erkennen immer mehr die fundamentale Bedeutung der HRV. HeartMath hat dazu entscheidende Beiträge geleistet und insbesondere die Verbindung von Emotionen und dem Herzschlagmuster aufgezeigt. Deshalb ist es so wichtig, bei der Behandlung nahezu aller Krankheiten auch die Emotionen zu berücksichtigen, denn Emotionen und Gefühle haben einen großen Einfluss auf den gesamten Körper. Wie die HeartMath Methode erfolgreich in der Praxis eines Allgemeinarztes eingesetzt werden kann und welchen Nutzen Patienten daraus ziehen, erfahren Sie in diesem Webinar vom 1. Juni 2016.

Bert Raderschatt ist Facharzt für Allgemeinmedizin und leitet die Praxis für Integrative Medizin in Großenkneten (Landkreis Oldenburg). Er ist HeartMath Coach und wendet die HeartMath Methode bereits seit einigen Jahren erfolgreich in seiner Praxis an.

 

 

Hier können Sie sich die Aufzeichnung des Webinars  ansehen und anhören: 

 

Herz und Gehirn in Einklang bringen – für geistige Fitness und mentale Stärke

Geistige Fitness ist ein brandaktuelles Thema. Und das aus gutem Grund. In unserer schnelllebigen, sich rasch wandelnden Zeit ist unser geistiges Potenzial mindestens genauso wichtig wie körperliche und emotionale Gesundheit. Körperliche Bewegung, gesunde Ernährung, Stressmanagement, emotionales und soziales Wohlbefinden sowie kognitive Beschäftigung sind die Basis, um die geistige Gesundheit zu optimieren und kognitive Funktionen zu erhalten. Ein wesentlicher Baustein, mit dem sich jedoch die wenigsten Programme beschäftigen, ist die Beziehung zwischen unserem Herzrhythmus, unseren Emotionen und unseren kognitiven Fähigkeiten.

Mehr über die Herz-Gehirn-Kommunikation und wie Sie diese für geistige Klarheit und mentale Stärke nutzen können, erfahren Sie in diesem Webinarmitschnitt:

 

Emotionale Zustände sind messbar

Wir investieren viel Zeit, Energie und Gedanken, um uns fit zu halten. Wir gehen ins Fitnesscenter und achten darauf, was wir essen. Wir messen sogar unsere Anstrengungen mit kleinen Geräten wie Schrittzählern oder ähnlichem. Wie wäre es, wenn wir uns mit dem gleichen Engagement um unsere innere Fitness kümmern würden?

Was meinen wir mit innerer Fitness?

Die meisten von uns haben gelernt, dass unser Körper verschiedene Dinge braucht, um fit zu bleiben: gutes Essen, ausreichend Ruhe und Erholung und regelmäßige Bewegung. All das ist wichtig. Ja! Aber wie steht es mit den negativen Gedanken und Emotionen, mit denen wir unseren Geist und unseren Körper füttern? Diese zu regulieren ist mindestens genauso wichtig für einen gesunden Lebensstil.

Die Wissenschaft hat klar nachgewiesen, dass negative Gedanken und Emotionen Stresshormone im Körper produzieren, die uns meist viel Energie rauben, unsere Leistungsfähigkeit einschränken und klarem Denken im Weg stehen. Unsere gewohnten Stressmuster und regelmäßig erlebte negative Emotionen sind wie eine Art Junk Food – sie rauben uns Gesundheit und Vitalität. Viel zu selten machen wir uns Gedanken darüber, was wir tun können, um auch in diesem Bereich Fortschritte zu erzielen. Außerdem gehen Wissenschaftler davon aus, dass bis zu 70% unserer persönlichen Energie von unseren Emotionen beeinflusst wird. Unangenehme Emotionen sind wie Energievampire, die uns auslaugen; angenehme Emotionen hingegen sind Energiespender und wirken erneuend und belebend.

Den IST-Zustand bestimmen – per Biofeedback

Wenn wir etwas verändern möchten, dann ist es gut, zunächst den IST-Zustand festzustellen. Wollen wir abnehmen, dann stellen wir uns zunächst auf die Waage, um unser aktuelles Gewicht zu kennen und später auch zu sehen, ob und wie viele Kilos wir verloren haben.

Mit dem emWave oder dem Inner Balance Trainer von HeartMath können wir unseren emotionalen IST-Zustand bestimmen. Wenn wir uns ruhig hinsetzen und dabei unsere Herzratenvariabilität messen, sehen wir auf einen Blick, wie es um unsere innere Ruhe bestellt ist. Denn das Muster der Herzratenvariabilität ist ein Spiegel unseres momentanen emotionalen Erlebens. Aber das ist nur ein Teilaspekt. Inner Balance und emWave sind wie Navigationssysteme auf dem Weg zu innerer Ruhe, Gelassenheit und Lebensfreude. Denn sie zeigen uns, wie gut es uns gelingt, unser emotionales Erleben zu regulieren. Sei es durch Achtsamkeitsübungen, HeartMath-Techniken oder andere Methoden. Ziel dabei ist es, einen Zustand von Herzkohärenz zu erreichen.

Und dann: Herzkohärenz einüben

Das HeartMath Institute erforscht seit über 20 Jahren diesen Zustand der Herzkohärenz und definiert ihn wie folgt: „Ein optimierter Zustand, in dem Herz, Geist und Emotionen geordnet und im Gleichklang sind. Auf Körperebene agieren Immun-, Hormon- und Nervensystem in einem Zustand energetischer Koordination.“ Kohärenz führt zu innerer Ruhe, ist aber keine Methode der Entspannung. Sie ist eine Verhaltensweise, die sich in allen Situationen des Alltagslebens anwenden lässt. Insbesondere auch in schwierigen oder belastenden Situationen. Gerade aus diesem Grund lernen immer mehr Spezialeinheiten von Polizei und Militär aber auch bspw. französische Kampfpiloten HeartMath-Techniken. Um auch unter Druck und in stressvollen Situationen ruhig und aufmerksam zu bleiben und richtige Entscheidungen zu fällen. Niederländische Polizisten sind total begeistert von HeartMath, weil die Übungen einfach und dabei effektiv sind und sie mit dem Biofeedback sofort sehen, ob sie die Übung korrekt ausführen.

Auch wenn wir keiner Elite-Einheit angehören, erleben viele von uns stressreiche und belastende Situationen im Berufs- und Privatleben. Auch wir wollen in diesen Situationen innere Ruhe bewahren und richtig handeln und entscheiden. Dabei hilft uns die Herzkohärenz, weil sie sofort verfügbar und quasi überall und jederzeit anwendbar ist. Und wenn eine Situation uns dann doch stark gefordert hat, ist es gut, direkt im Anschluss eine HeartMath-Technik anzuwenden. Denn diese hilft uns, unnötigen weiteren Energieverlust zu vermeiden. Dies verdeutlicht die folgende Grafik: Ein Polizist wurde in einem Training in eine Szene häuslicher Gewalt geschickt, die von zwei Schauspielern sehr echt gespielt wurde. Die Grafik zeigt die Herzratenvariabilität – also die Variation des Herzrhythmus im Zeitverlauf – des Polizisten, die während des Trainings aufgezeichnet wurde. Wenn Sie die Kurve näher betrachten, was fällt Ihnen auf? Was sehen Sie während der drei Phasen: 1. Vorbereitung (11:29 – 11:42), 2. Szenario selbst (11:42 – 11:48), 3. „Nachglühen“ (11:48 – 11:58)?

 

Szenario_Haeusliche_Gewalt

 

 

Zu Beginn der dargestellten Aufzeichnung, also gegen 11:30, hat der Polizist eine ziemlich regelmäßig auf- und abschwingende Herzratenvariabilitätskurve. Seine durchschnittliche Herzfrequenz liegt bei ca. 80 Schlägen/Minute. Als das Szenario startet, so gegen 11:42, steigt die Herzfrequenz steil an und geht in der Spitze bis 190 Schläge pro Minute. Außerdem werden die Ausschläge heftiger und sehr unregelmäßig. Um 11:48 ist der äußere Spuk vorbei, das Szenario ist beendet. Der Herzschlag beruhigt sich, aber nur bedingt. Die durchschnittliche Herzfrequenz bleibt bei 100 Schlägen/Minute, das Muster ist noch sehr bewegt. Erst nachdem der Polizist eine HeartMath-Technik anwendet, kommt Ruhe in den Körper. Die Herzfrequenz geht auf das Ausgangsniveau zurück, und auch das Muster wird regelmäßiger. Nach dieser stressreichen Phase gelang es dem Polizisten sehr schnell, wieder in einen Zustand der inneren Ruhe umzuschalten. Quasi augenblicklich. Aus anderen Untersuchungen weiß man, dass das erhöhte Niveau der Herzfrequenz bis zu einer Stunde erhalten bleibt. Sie können sich vorstellen, wie viel Energie dann unnötig verbraucht wird. Und nicht nur das. Es werden weiterhin Stresshormone ausgeschüttet, die sich auf Dauer nachteilig auf unsere Gesundheit und unsere Wohlbefinden auswirken.

 

Es geht insgesamt also nicht darum, stressreiche Situationen zu vermeiden. Vielmehr geht es darum, sich auf Stress, Herausforderungen oder Widrigkeiten vorzubereiten, darauf angemessen zu reagieren und sich davon wieder zu erholen. Genau da ist es, was „Resilienz“ ausmacht. Und die gute Nachricht ist: Sie können lernen, Ihre Resilienzfähigkeit zu verbessern und Energieverluste zu stoppen.

Für Menschen, die sich mit Meditation oder verschiedenen Entspannungstechniken schwertun, ist Biofeedback-gestütztes Herzkohärenztraining eine prima Alternative, da sie sofort eine Rückmeldung bekommen, ob und wie ihre Übungen wirken. Das gibt Zuversicht und wirkt wie ein Turbo auf die Übungsmotivation. Außerdem stellen wir immer wieder fest, dass Menschen dank Biofeedback wieder ein Gefühl und eine Achtsamkeit für ihr körperliches Befinden entwickeln.

 

 

Was macht HeartMath Coaching besonders?

Wir werden immer wieder gefragt, was denn an unserer Coach-Ausbildung das Besondere ist, denn Ausbildungsprogramme für Coaches gibt es ja viele. In diesem Artikel geben wir Ihnen dazu eine Antwort.

Was macht also die Ausbildung zum HeartMath Coach so besonders?

HeartMath Coaches begleiten ihre Klienten durch einen Veränderungsprozess. Dabei wird durch die Arbeit mit Biofeedback-Systemen von Anfang an das für diesen Prozess notwendige Bewusstsein über das eigene emotionale Erleben geschaffen.

Die Klienten machen bereits zu Beginn die Erfahrung von Selbst-Wirksamkeit, und dass sie in der Lage sind, schnell und effektiv ihr emotionales Erleben und mentale Prozesse zu steuern (Selbst-Regulation). Deswegen ist HeartMath auch eine sehr gute Ergänzung für das Portfolio erfahrener Coaches. Ihre Klienten können zwischen den Sitzungen konstruktiv an ihren Themen arbeiten und bekommen, während sie dies tun, die so dringend notwendige Rückmeldung, ob das, was sie tun, auch wirkt. Das stärkt kontinuierlich das Vertrauen in den Veränderungsprozess und unterstützt nachhaltigen Erfolg.

Weitere wichtige Aspekte beim HeartMath Coaching

  • HeartMath hat ein wissenschaftliches Fundament. Die physiologischen und neurologischen Wirkmechanismen sind intensiv untersucht und können präzise erklärt werden. Die Forschungsergebnisse wurden in zahlreichen renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht. Dies sorgt für Akzeptanz und Vertrauen bei den Klienten. Referenzprojekte wie bspw. bei der Niederländischen Polizei tragen zusätzlich zum Renommee bei.
  • Die verschiedenen Techniken werden schnell gelernt, sind einfach in ihrer Anwendung und dadurch leicht in den Alltag zu integrieren, wie z.B.
    → Herzfokussiertes Atmen, um schnell und überall Stressreaktionen zu stoppen, zurück zu innerer Balance zu gelangen und auch unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen.
    → Quick Coherence, um das emotionale Erleben bewusst zu steuern und negative, destruktive und energieraubende Gefühle durch positive und konstruktive Gefühle zu ersetzen.
    → Freeze-Frame, um die Intuition zu stärken und die eigene Lösungskompetenz und Kreativität zu steigern.
  • HeartMath funktioniert, weil es so einfach ist. Dabei bleibt man jedoch nicht an der Oberfläche, sondern setzt sich mit sich selbst (Körper, Geist, Seele) auseinander – die Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Veränderung.
  • Die Klienten lernen, ihre emotionalen Reaktionsmuster zu erkennen, zu verstehen und bewusst zu verändern. Dadurch gelingt es ihnen, wirklich funktionierende Veränderungen im Umgang mit herausfordernden Situationen in ihr Leben zu integrieren.
  • Durch die Möglichkeit, direkt in schwierigen Situation das emotionale Erleben und die eigene Stressreaktion zu kontrollieren, ist es möglich, Konfliktsituationen konstruktiv anzugehen und in der Kommunikation offen zu bleiben.
  • Indem positive Emotionen als Energiequelle erschlossen und genutzt werden, haben die Klienten die notwendige Kraft, um schwierige Situationen anzunehmen und den eigenen Entwicklungsprozess anzustoßen.
  • Die physiologischen Wirkungen der Herzkohärenz sorgen für emotionales und körperliches Wohlbefinden und reduzieren die verschiedensten Stresssymptome.
  • Mit spezifischen Übungen stärken die Klienten ihr Selbstwertgefühl und lernen, sich selbst anzunehmen; sie entwickeln Selbst-Mitgefühl und stoppen die so häufig praktizierte Selbstkritik.
  • Insgesamt steig durch den Prozess von Selbst-Achtsamkeit und emotionaler Selbstregulierung die emotionale Intelligenz. Ihre Klienten werden zunehmend auch achtsamer und empathischer für das emotionale Erleben ihrer Mitmenschen.

Biofeedback ist dabei von unschätzbarem Wert

  • Biofeedback ist sichtbar gemachte Physiologie und zeigt, wie unser Körper auf Stress, Angst oder Freude reagiert. Es fördert die Selbstwahrnehmung und ermöglicht ein tiefes Verständnis für Reaktionsweisen und Handlungsmuster.
  • Verloren gegangene Selbst-Achtsamkeit der Klienten wird zurückgewonnen.
  • Emotionen sind „Lotsen“ auf unserem Weg. Mit Biofeedback lernen Ihre Klienten, ihr emotionales Erleben zu beobachten und besser zu verstehen.
  • Biofeedback hilft dabei, das Bewusstsein für eigene körperliche und emotionale Reaktionen zu schärfen.
  • Ihre Klienten machen von Beginn an die Erfahrung, wie gut es ihnen gelingt, ihre Physiologie und damit ihre Emotionen zu regulieren. Diese Erfahrung der Selbst-Wirksamkeit macht Mut und schafft Zuversicht, um sich auf den Veränderungsprozess einzulassen.

Hier erfahren Sie mehr über unsere Ausbildungen.

Ihr Herz – die „Willenskraft-Reserve“ Ihres Körpers

Für viele von Ihnen ist es nicht neu, für manche vielleicht schon: Unser Herz ist kein Metronom. Im Gegenteil: Die Herzfrequenz ist Schwankungen unterworfen, auch wenn wir uns überhaupt nicht bewegen und nur ganz ruhig sitzen oder liegen. Diese Schwankungen sind im Millisekundenbereich und haben nichts mit Herzrhythmusstörungen zu tun. Aber keine Angst: sie sind tatsächlich Ausdruck von Gesundheit. Wir nennen diese Veränderlichkeit Herzfrequenzvariabilität (HFV) oder, in Anlehnung an die angelsächsische Schreibweise, Herzratenvariabilität (HRV).

HRV_Muster

Herzratenvariabilität – ein physiologisches Maß für die Fähigkeit zur Selbstregulation

Je länger das Phänomen der Herzratenvariabilität (HRV) intensiv erforscht wird, desto klarer wird, dass diese ein wichtiger Indikator für die Regulationsfähigkeit des Menschen ist. Diverse Studien konnten klar zeigen, dass Menschen mit höherer HRV Ablenkungen leichter ignorieren, Bedürfnisbefriedigung besser aufschieben und mit belastenden Situationen erfolgreicher umgehen können. Sie geben selbst bei schwierigen Aufgaben nicht so schnell auf, auch wenn sie zunächst Rückschläge erleben oder kritische Kommentare ernten. Außerdem verfügen Menschen mit einer ausgeprägten HRV über eine deutlich höhere Willenskraft. Deshalb sieht der renommierte Gesundheitspsychologe Prof. Dr. Julian F. Thayer von der Ohio State University in Columbus (USA) in der HRV ein physiologisches Maß für die Fähigkeit zur Selbstregulation. Insofern ist auch verständlich, dass Angst, Zorn, Depression und Einsamkeit mit einer geringen HRV einhergehen, da in diesen Fällen die Selbstregulation an ihre Grenzen gestoßen ist. Eine niedrige HrV wird jedoch auch mit Gesundheitsprobleme in Verbindung gebracht, wie zum Beispiel Bluthochdruck, Diabetes, Fettleibigkeit, Arthritis und verschiedenen Krebserkrankungen.

Selbstregulation – einer der wichtigsten Aspekte von Resilienz

Resilienz ist die Fähigkeit, sich auf Stress, Herausforderungen oder Widrigkeiten vorzubereiten, darauf angemessen zu reagieren und sich davon wieder zu erholen. Häufig wird im Zusammenhang mit Resilienz auch von Widerstandskraft gesprochen. Resilienten Menschen gelingt es also gut, das eigene Verhalten zu steuern und dadurch flexibel und angemessen auf unterschiedliche Situationen zu reagieren. Sie verfügen über eine hohe Selbstregulationsfähigkeit.

Höhere HRV = höhere Resilienz

Wenn also Selbstregulation ein wichtiger Aspekt von Resilienz ist, und die Fähigkeit zur Selbstregulation ganz eng mit der Herzratenvariabilität verknüpft ist, dann haben wir mit dem Training der Herzratenvariabilität  einen effektiven Hebel, um unsere Resilienz nachhaltig zu steigern. Mit dem von HeartMath entwickelten Herzkohärenztraining können wir unsere HRV ganz einfach trainieren und dadurch steigern.

Herzfokussiertes Atmen – ein kraftvolles und effektives Werkzeug zur Selbstregulation

Richten Sie dazu Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Herzgegend. Stellen Sie sich vor, wie Ihr Atem durch Ihr Herz oder Ihren Brustkorb ein- und ausströmt. Atmen Sie dabei etwas langsamer und tiefer als gewöhnlich.

Vorschlag:  5 Sek. einatmen, 5 Sek. ausatmen (oder in einem anderen angenehmen Rhythmus).

Wenn Sie Herzfokussiertes Atmen praktizieren, verändert Sich das Muster in Ihrem Herzschlag, von inkohärent zu kohärent. Das sieht dann so aus:

inkohaerent_kohaerent

IBT_HandUnd Sie können die Veränderungen in Ihrem Herzschlagmuster sogar auf Ihrem iPhone sehen – mit dem Inner Balance Trainer von HeartMath.

 

„When the going gets tough, the tough get going“, so lautet ein Englisches Sprichwort. Etwas abgewandelt könnte dieses Sprichwort lauten: „When the going gets tough, the tough start breathing.“

Und was bringt es?

Herzratenvariabilität in Ruhe. Vor und nach 4 Monaten Anwendung von HeartMath Techniken.

HRV_Verbesserung

 

Je größer die Bandbreite, in der die Herzfrequenz variiert, desto größer die HRV. Die blauen Kurven stellen eine wesentlich höhere HRV dar als die roten Kurven. Die Anwendung der HeartMath Techniken hat sich also direkt positiv auf die Herzratenvariabilität ausgewirkt. In dieser Studie steigerten die 77 Abiturienten der Studiengruppe jedoch nicht nur ihre HRV; sie reduzierten auch ihre Prüfungsangst im Vergleich zu den 59 Abiturienten in der Kontrollgruppe nachhaltig, konnten besser mit schwierigen Situationen umgehen und verbesserten ihre Prüfungsleistung:

„Notwithstanding the above limitations, which should be addressed in future research, the data from this study present a pattern of consistent results showing that: (1) students who received the intervention program appear to have learned how to better self-regulate their emotions and intentionally shift into the psychophysiological coherence state under stressful conditions; and (2) the students most in need of help in managing their stress—the high test anxiety/low test-performing subgroup—appear to have internalized the benefits of the program’s emotion self-regulation tools, to the extent that they exhibited an emotional profile of significantly reduced negative affect and test anxiety, and a shift to healthier, more coherent baseline pattern of physiological activity. Finally, there is suggestive evidence from the matched-pairs analysis that reduced test anxiety and increased psychophysiological coherence appear to be directly associated with improved test performance.“

 

Zum Weiterlesen

Studien, Studien, Studien – eine Übersicht

Studienübersicht zu HeartMath, Herzkohärenz und Herzintelligenz

Es gibt immer mehr Studien über die Wirkung von HeartMath auf das körperliche und emotionale Wohlbefinden, auf die Gesundheit sowie auf die Leistungsfähigkeit und die persönliche Resilienz. Und regelmäßig kommen neue Studien dazu, viele davon stammen von unabhängigen Universitäten und Forschungseinrichtungen. Eine breite Auswahl haben wir für Sie in der Folge zusammengestellt.

Diabetes

Herz-Kreislauf-Erkrankungen & Krebs

Bluthochdruck

Stress in Organisationen

Kostenersparnis in Organisationen

Polizei, Armee und Gefängniswärter

Chronische Schmerzen

Depression & Stress

Schule, Studium und kognitive Fähigkeiten

 Emotionen & Herzratenvariabilität (HRV)

Sport

Musik

Intuition

Weitere Studien finden Sie auf der Internetpräsenz des Institute of HeartMath, in der Rubrik „Research“.

Resilienz mit Herz

Für viele von Ihnen ist es nicht neu, für manche vielleicht schon: Unser Herz ist kein Metronom. Im Gegenteil: Die Herzfrequenz ist Schwankungen unterworfen, auch wenn wir uns überhaupt nicht bewegen und nur ganz ruhig sitzen oder liegen. Diese Schwankungen sind im Millisekundenbereich und haben nichts mit Herzrhythmusstörungen zu tun. Aber keine Angst: sie sind tatsächlich Ausdruck von Gesundheit. Wir nennen diese Veränderlichkeit Herzfrequenzvariabilität (HFV) oder, in Anlehnung an die angelsächsische Schreibweise, Herzratenvariabilität (HRV).

Herzfrequenzvariabilität – ein physiologisches Maß für die Fähigkeit zur Selbstregulation

Je länger das Phänomen der Herzfrequenzvariabilität intensiv erforscht wird, desto klarer wird, dass diese ein wichtiger Indikator für die Regulationsfähigkeit des Menschen ist. Diverse Studien konnten klar zeigen, dass Menschen mit höherer Herzfrequenzvariabilität Ablenkungen leichter ignorieren, Bedürfnisbefriedigung besser aufschieben und mit belastenden Situationen erfolgreicher umgehen können. Sie geben selbst bei schwierigen Aufgaben nicht so schnell auf, auch wenn sie zunächst Rückschläge erleben oder kritische Kommentare ernten. Außerdem verfügen Menschen mit einer ausgeprägten Herzfrequenzvariabilität über eine deutlich höhere Willenskraft. Deshalb sieht der renommierte Gesundheitspsychologe Prof. Dr. Julian F. Thayer von der Ohio State University in Columbus (USA) in der HFV ein physiologisches Maß für die Fähigkeit zur Selbstregulation. Insofern ist auch verständlich, dass Angst, Zorn, Depression und Einsamkeit mit einer geringen Herzfrequenzvariabilität einhergehen, da in diesen Fällen die Selbstregulation an ihre Grenzen gestoßen ist. Eine niedrige HFV wird jedoch auch mit Gesundheitsprobleme in Verbindung gebracht, wie zum Beispiel Bluthochdruck, Diabetes, Fettleibigkeit, Arthritis und verschiedenen Krebserkrankungen.

Selbstregulation – einer der wichtigsten Aspekte von Resilienz

Resilienz ist die Fähigkeit, sich auf Stress, Herausforderungen oder Widrigkeiten vorzubereiten, darauf angemessen zu reagieren und sich davon wieder zu erholen. Häufig wird im Zusammenhang mit Resilienz auch von Widerstandskraft gesprochen. Resilienten Menschen gelingt es also gut, das eigene Verhalten zu steuern und dadurch flexibel und angemessen auf unterschiedliche Situationen zu reagieren. Sie verfügen über eine hohe Selbstregulationsfähigkeit.

Höhere HFV = höhere Resilienz

Wenn also Selbstregulation ein wichtiger Aspekt von Resilienz ist, und die Fähigkeit zur Selbstregulation ganz eng mit der Herzfrequenzvariabilität verknüpft ist, dann haben wir mit dem Training der Herzfrequenzvariabilität  einen effektiven Hebel, um unsere Resilienz nachhaltig zu steigern. Mit dem von HeartMath entwickelten Herzkohärenztraining können wir unsere HFV ganz einfach trainieren und dadurch steigern.

Herzfokussiertes Atmen – ein kraftvolles und effektives Werkzeug zur Selbstregulation

Richten Sie dazu Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Herzgegend. Stellen Sie sich vor, wie Ihr Atem durch Ihr Herz oder Ihren Brustkorb ein- und ausströmt. Atmen Sie dabei etwas langsamer und tiefer als gewöhnlich.

Vorschlag:  5 Sek. einatmen, 5 Sek. ausatmen (oder in einem anderen angenehmen Rhythmus).

„When the going gets tough, the tough get going“, so lautet ein Englisches Sprichwort. Etwas abgewandelt könnte dieses Sprichwort lauten: „When the going gets tough, the tough start breathing.“

Und was bringt es?

Herzfrequenzvariabilität in Ruhe. Vor und nach 4 Monaten Anwendung von HeartMath Techniken.

HRV_Verbesserung

 

Je größer die Bandbreite, in der die Herzfrequenz variiert, desto größer die HFV. Die blauen Kurven stellen eine wesentlich höhere HFV dar als die roten Kurven. Die Anwendung der HeartMath Techniken hat sich also direkt positiv auf die Herzfrequenzvariabilität ausgewirkt. In dieser Studie steigerten die 77 Abiturienten der Studiengruppe jedoch nicht nur ihre HFV; sie reduzierten auch ihre Prüfungsangst im Vergleich zu den 59 Abiturienten in der Kontrollgruppe nachhaltig, konnten besser mit schwierigen Situationen umgehen und verbesserten ihre Prüfungsleistung:

„Notwithstanding the above limitations, which should be addressed in future research, the data from this study present a pattern of consistent results showing that: (1) students who received the intervention program appear to have learned how to better self-regulate their emotions and intentionally shift into the psychophysiological coherence state under stressful conditions; and (2) the students most in need of help in managing their stress—the high test anxiety/low test-performing subgroup—appear to have internalized the benefits of the program’s emotion self-regulation tools, to the extent that they exhibited an emotional profile of significantly reduced negative affect and test anxiety, and a shift to healthier, more coherent baseline pattern of physiological activity. Finally, there is suggestive evidence from the matched-pairs analysis that reduced test anxiety and increased psychophysiological coherence appear to be directly associated with improved test performance.“

 

Zum Weiterlesen