HeartMath im Coaching

HeartMath Coaches begleiten ihre Klienten durch einen Veränderungsprozess hin zu mehr Resilienz, innerer Fitness und emotionalem Wohlbefinden. Dabei wird durch die Arbeit mit Biofeedback-Systemen von Anfang an das für diesen Prozess notwendige Bewusstsein über das eigene emotionale Erleben geschaffen. Die Klienten machen bereits zu Beginn die Erfahrung von Selbst-Wirksamkeit, und dass sie in der Lage sind, schnell und effektiv ihr emotionales Erleben und mentale Prozesse zu steuern (Selbst-Regulation). Deswegen ist HeartMath auch eine sehr gute Ergänzung für das Portfolio erfahrener Coaches. Ihre Klienten können zwischen den Sitzungen konstruktiv an ihren Themen arbeiten und bekommen währenddessen die so dringend notwendige Rückmeldung, ob das, was sie tun, auch wirkt. Das stärkt kontinuierlich das Vertrauen in den Veränderungsprozess und unterstützt nachhaltigen Erfolg.

Übrigens ist Resilienz für uns weit mehr als nur „Widerstandskraft“! Wir verstehen Resilienz als „Fähigkeit, sich auf Stress, Herausforderungen oder Widrigkeiten vorzubereiten, darauf angemessen zu reagieren und sich davon wieder zu erholen.“

Zielgruppe der Ausbildung

  • Coaches, die in ihrer Arbeit HeartMath als zusätzliches wirkungsvolles Werkzeug einsetzen möchten
  • Therapeuten, die vertieft mit HeartMath arbeiten möchten (einen Einstieg bietet das HeartMath Therapieprogramm)
  • Personaler und Inhouse-Coaches in Unternehmen und Organisationen, als Mentoren und Multiplikatoren für Emotionale Intelligenz
  • Mediatorendie im Mediationsprozess Gefühle ins Bewusstsein heben und so für einen besseren und bewussteren Umgang mit Emotionen sorgen möchten, bei den Medianden, aber auch bei sich selbst.
  • Change Manager und Projektleiterdie ein tieferes Verständnis für Emotionsmanagement benötigen und bei ihrer täglichen Arbeit auch immer wieder emotionale Wogen glätten müssen
  • Führungskräftedie innere Fitness als wichtige Kernkompetenz betrachten und ihre Mitarbeiter dabei unterstützen möchten, mehr Resilienz zu erlangen und im „grünen Bereich“ zu arbeiten

Ihr Weg zur zertifizierten HeartMath Coachin / zum zertifizierten HeartMath Coach

Wollen auch Sie Menschen dabei unterstützen, ihre Resilienz und ihre innere Fitness zu stärken. Als  HeartMath Coach(in) verfügen Sie über das umfassende Know-How von HeartMath. Aufbauend auf dem eintägigen HRV-Training haben wir ein spezielles Kompaktprogramm in drei Modulen entwickelt: In 5 Tagen direkt zur zertifizierten HeartMath Coachin / zum zertifizierten HeartMath Coach.

 

Aufbau und Inhalte

Modul 1 (2 Tage)

  • Vertiefung der theoretischen Grundlagen aus dem HRV-Training (bzw. HeartMath Therapieprogramm)
  • Überblick über das Programm „Persönliche Resilienz aufbauen (PRA)
  • Die Inhalte der ersten Lektionen von PRA – verstehen und Umsetzung üben
  • Praktische Übungen mit den Biofeedback-Systemen

Modul 2 (2 Tage)

  • Austausch über Erfahrungen zwischen den Modulen
  • Weiterführende emWave-Praxis und Vertiefung von HRV und Kohärenz
  • Die Inhalte der verbleibenden Lektionen von PRA – verstehen und Umsetzung üben
  • Zusätzliche HeartMath Techniken, wie z.B. Attitude Breathing

Modul 3 (1 Tag)

  • schriftliche Wissensüberprüfung
  • praktische Coaching-Übung vor der Gruppe mit anschließendem Feedback

! Voraussetzung: Besuch des eintägigen HRV-Trainings !
Kann auch zusammen mit dem ersten Modul besucht werden. Aber bitte dennoch separat anmelden.

 

Nächste Schritte

Homepage besuchen und mehr erfahren,  Aufzeichnung des Webinars über unser Ausbildungsprogramm ansehen oder direkt anmelden. Gerne können Sie auch einen Termin für eine telefonische Beratung vereinbaren. Schreiben Sie uns, wir melden uns umgehend bei Ihnen.

HRV-Biofeedback unterstützt nachweislich die Behandlung von Herzpatienten

Eine weitere spannende Studie wurde vor kurzem von taiwanesischen Forschern veröffentlicht. 210 Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) wurden per Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt (HRV-Biofeedback-Gruppe und Kontrollgruppe) und über ein Jahr begleitet.

Ergebnis

Die HRV-Biofeedback-Gruppe hatte deutlich weniger erneute Krankenhausaufenthalte (12% vs. 25%) und Notfälle (13% vs. 35%) als die Kontrollgruppe. Auch die HRV hat sich bei der Biofeedback-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant verbessert. Außerdem nahmen depressive Symptome und Feindseligkeit ab.

Fazit

HRV-Biofeedback-Training ist eine effektive psychophysiologische Intervention für Rehabilitationsprogramme bei Herzpatienten, mit kurzfristigen und langfristigen Wirkungen.

Zur Studie:

Photo by Martha Dominguez de Gouveia on Unsplash

Psychotherapie und HRV-Biofeedback – eine effektive Kombination

Eine ganz aktuelle Studie der Brigham Young University (USA) zeigt:
HRV-Biofeedback-Training verbessert die Therapie von Depression

Hier die Zusammenfassung:

Die Herzratenvariabilität (HRV) ist ein signifikanter Marker für Gesundheit, wobei eine reduzierte HRV ein erhöhtes Krankheitsrisiko bedeutet. Bei einer schweren Depression („major depression“) ist die HRV verringert. Derzeitige Therapieansätze bei Depression bringen allerdings die HRV nicht wieder auf ein normales Niceau zurück, auch wenn die Behandlung der Depression erfolgreich ist.

HRV-Biofeedback steigert die Herzratenvariabilität, allerdings gibt es bis zum heutigen Tage noch keine Studie, die untersucht hat, ob eine Kombination von HRV-Biofeedback-Training und Psychotherapie das Ergebnis der Therapie einer Depression verbessert. Die aktuelle randomisierte und kontrollierte Studie vergleicht die Wirkung von HRV-Biofeedback-Training in Kombination mit Psychotherapie auf schwere Depression, im Vergleich zur Standard-Therapie und im Vergleich zu einer nicht-depressiven Kontrollgruppe. Die HRV-Biofeedback/Psychotherapie-Gruppe zeigte nach sechs Wochen eine deutlichere Verbesserung der HRV und einen stärkeren Rückgang der Symptome der Depression im Vergleich zu den anderen Gruppen, wohingegen die reine Psychotherapie-Gruppe keine Verbesserung der HRV aufwies.

Das Ergebnis spricht für eine Ergänzung der Psychotherapie um HRV-Biofeedback-Training bei der Behandlung depressiver Patienten.

 

Zur Studie:

Photo by JJ Ying on Unsplash

Auch deshalb ist der Vagus-Nerv so wichtig für unsere Gesundheit

Der Vagus-Nerv ist ein wahres Wunder. Er ist mit fast allen unserer Organen verbunden und hat einen gewaltigen Einfluss auf unsere Gesundheit und unsere Psyche.

Ob Herzkrankheit, Depressionen, Tinnitus oder chronische Entzündungen: Der Vagus kann helfen und heilen! Wie das funktioniert? Das und mehr erfahren Sie in unserem heutigen Artikel. Viel Spaß!

 

Was ist der Vagus-Nerv?

Der Vagus-Nerv ist der längste unserer zwölf Hirnnerven. Etwa 80 Prozent seiner Nervenfasern – oder vier seiner fünf „Spuren“ – tragen Informationen vom Körper zum Gehirn. Seine fünfte Nervenbahn verläuft in die entgegengesetzte Richtung – und sendet Signale vom Gehirn durch den ganzen Körper.

Die Zentrale des Vagus sitzt in unserem Hirn. Von dort wandert der Nerv durch den Hals, in die Brust und spaltet sich in den linken und rechten Vagus. Beide dieser Seiten besteht aus Zehntausenden von Nervenfasern – die sich in Herz, Lunge, Magen, Bauchspeicheldrüse und fast jedes andere Organ im Bauchraum verzweigen.

 

Was macht den Vagus-Nerv so besonders?

Nur die Wirbelsäule ist ein größeres Nervensystem als der Vagus. Da der Vagus-Nerv mit fast allen Organen und Systemen des Körpers verbunden ist, spielt der Nerv eine extrem wichtige Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden. Viele lebenswichtige Funktionen würden ohne den Vagus nicht erhalten bleiben.

Was der Vagus-Nerv genau tut? Er steuert das parasympathische Nervensystem und nahezu sämtliche unbewusst ablaufende Körperfunktionen.

Zum Beispiel:

  • Herzfrequenz und Verdauung
  • Atmung und Schwitzen
  • Blutdruck und Blutzuckerspiegel
  • Allgemeine Nierenfunktion
  • Freisetzung von Galle und Testosteron
  • Speichelsekretion und Tränendrüsen

Der Vagus ist also ein echter Alleskönner. Durch seine vielfältige Funktionen kann ein starker Vagus-Nerv zum Beispiel das Risiko von Schlaganfällen reduzieren, Herzinfarkte vermeiden oder den Blutdruck konstant halten. Auch bei Angstzuständen, Alzheimer, Adipositas, Alkoholabhängigkeit, Migräne oder Tinnitus hilft der Vagus. Sogar unsere Psyche beeinflusst der mächtige Nerv – und kann dafür sorgen, dass wir uns ruhiger und zufriedener fühlen.

 

Vagus und der Entzündungsreflex

In einem Buchbeitrag unter dem Titel „Chronobiologie und tumorassoziierte Fatigue“ schreibt Professor Maximilian Moser, ein ausgewiesener Experte der Herzratenvariabilität, folgendes:

„Entzündungsreaktionen werden von einem massiven Ausstoß von Zytokinen (…) begleitet, die ihrerseits Müdigkeit hervorrufen, ein biologisch sinnvoller Versuch des Organismus, für den Immunerfolg günstige Ruhe und Rückzugsbedingungen herzustellen. Für die Kontrolle der Entzündungsreaktion hat sich in den letzten Jahren insbesondere die parasympathische Aktivität als wichtig herausgestellt. Studien verschiedene Arbeitsgruppen zeigten, dass das vegetative Nervensystem und das Immunsystem in engem Austausch miteinander stehen, was durch wechselseitige Rezeptoren ermöglicht wird. (…) Somit besteht ein geschlossener Regelkreis, der Entzündungen durch eine tropische Freisetzung von Acetylcholin durch vagale Efferenzen begrenzen und auflösen kann. (…)

Aufgrund der schnellen und reversiblen Aktivität des Vagus Nervs hat man es hier mit einem schnellen „Vagus-Entzündungsreflex“ zu tun, vergleichbar mit einer Scheibenbremse beim Automobil. Eine humorale Begrenzung der Entzündung durch körpereigene oder behandlungsbedingte Court IQ Ide, wie dies bei chronischen Entzündungen der Fall ist, entspricht dann eher einer Handbremse, die langsam wirkt und dann angezogen bleibt: der Patient fährt in diesem Fall „mit angezogener Handbremse durch das Leben“, eine Beschreibung, die gut auf die Symptome von Tumor-Fatigue passt. (…)“

Professor Moser sieht in der Aktivierung der Vagus Aktivität sowohl therapeutische wie auch präventive Ansatzpunkte. Und dies gilt sicherlich nicht nur bei Krebserkrankungen.

Mehr über den Zusammenhang zwischen Entzündungen und dem Vagusnerv können Sie im Beitrag „Der Vagus-Nerv und der Entzündungsreflex“ lesen.

 

So können Sie Ihren Vagus-Nerv selbst pflegen und stärken

Damit der Vagus ungehindert arbeiten kann, muss er nötige Spannung besitzen. Das bedeutet: Sie müssen den Vagus-Nerv in Form bringen und wie einen Muskel straffen und stärken. Wie das gelingt? Indem Sie den Vagus-Nerv stimulieren!

Eine besonders einfache Möglichkeit zur Stimulation ist die HeartMath® Methode. Mit einfachen Übungen stärken Sie den Vagus-Nerv und mindern körperliche Beschwerden, Depressionen, Stress, Ängste oder Traurigkeit – und zwar ganz ohne Pillen, Morphium oder Nebenwirkungen. Das macht HeartMath zu einer hervorragenden Methode für Coaches, Trainer, Ärzte, Therapeuten und Führungskräfte – und jedem, der mit Menschen arbeitet.

 

Hier geht es zu unserem einzigartigen Ausbildungsprogramm.

 

Photo by Annie Spratt on Unsplash

 

Der Vagus-Nerv und der Entzündungsreflex

Dieser Beitrag ist eine (unvollständige) Übersetzung eines Artikels von Christopher Bergland (The Athlete’s Way) erschienen auf Psychology Today unter dem Titel „Vagus Nerve Stimulation Dramatically Reduces Inflammation“

Entzündungsreaktionen spielen eine zentrale Rolle bei der Entstehung und dem Fortbestehen vieler Krankheiten und können zu schwächenden chronischen Schmerzen führen. In vielen Fällen ist eine Entzündung die Reaktion Ihres Körpers auf Stress. Daher kann die Reduzierung von „Kampf-oder-Flucht“ -Reaktionen im Nervensystem und die Senkung biologischer Stressmarker auch Entzündungen reduzieren.

In der Regel verschreiben Ärzte Medikamente zur Bekämpfung von Entzündungen. Es gibt jedoch immer mehr Beweise dafür, dass ein anderer Weg zur Bekämpfung von Entzündungen darin besteht, den Vagusnerv zu aktivieren und den „Vagustonus“ zu verbessern. Dies kann durch tägliche Gewohnheiten wie Yoga und Meditation erreicht werden oder in extremeren Fällen von Entzündungen wie rheumatoider Arthritis — mit einem implantierten Gerät zur Vagusnervstimulation.

Der Vagusnerv ist als „wandernder Nerv“ bekannt, da er mehrere Zweige hat, die von zwei dicken Stämmen im Kleinhirn und Hirnstamm abweichen, die zu den tiefsten Eingeweiden Ihres Bauches wandern und Ihr Herz und die meisten wichtigen Organe auf dem Weg berühren. Vagus bedeutet „wandern“ auf Latein. Die Wörter vagabond, vage und vagrant sind alle von der gleichen lateinischen Wurzel abgeleitet.

Im Jahr 1921 entdeckte ein deutscher Physiologe namens Otto Loewi, dass die Stimulation des Nervus vagus durch die Freisetzung einer Substanz, die er „Vagusstoff“ nannte, eine Senkung der Herzfrequenz verursachte. Später wurde der „Vagusstoff“ als Acetylcholin identifiziert und wurde der erste Neurotransmitter, der jemals von Wissenschaftlern identifiziert wurde.

Vagusstoff (Acetylcholin) ist wie ein Beruhigungsmittel, das Sie sich selbst verabreichen können, indem Sie ein paar tiefe Atemzüge mit langen Ausatmungen machen. Wenn Sie bewusst die Kraft Ihres Vagusnervs nutzen, können Sie einen Zustand der inneren Ruhe schaffen und gleichzeitig Ihren Entzündungsreflex zähmen.

Der Vagusnerv ist der Hauptbestandteil des parasympathischen Nervensystems, der die „Rest-and-Digest“- oder „Tend-and-Befriend“-Reaktionen reguliert. Auf der anderen Seite, um die Homöostase zu erhalten, treibt das sympathische Nervensystem die „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion.

Ein gesunder Vagustonus ist Teil einer Feedback-Schleife und mit positiven Emotionen verbunden

Ein gesunder Vagustonus wird durch einen leichten Anstieg der Herzfrequenz beim Einatmen und eine Abnahme der Herzfrequenz beim Ausatmen angezeigt. Tiefe Zwerchfellatmung — mit langem, langsamem Ausatmen — ist der Schlüssel zur Stimulation des Vagusnervs und verlangsamt die Herzfrequenz und den Blutdruck, besonders in Zeiten von Leistungsangst.

Ein höherer Vagustonus ist mit körperlichem und psychischem Wohlbefinden verbunden. Umgekehrt ist ein niedriger Vagustonus mit Entzündungen, Depressionen, negativen Stimmungen, Einsamkeit, Herzinfarkten und Schlaganfällen verbunden.

In 2010 wurde die Studie „Wie positive Emotionen körperliche Gesundheit fördern“ in Psychological Science veröffentlicht. Für diese Untersuchung haben Barbara Fredrickson und Bethany Kok von der University of North Carolina in Chapel Hill den Vagusnerv untersucht und herausgefunden, dass ein hoher Vagustonus Teil einer Rückkopplungsschleife zwischen positiven Emotionen, körperlicher Gesundheit und positiven sozialen Beziehungen ist.

Ihre Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass positive Emotionen, stabile soziale Bindungen und körperliche Gesundheit sich gegenseitig in einer sich selbst erhaltenden spiralförmigen Aufwärtsdynamik und Feedbackschleife beeinflussen, die Wissenschaftler gerade erst zu verstehen beginnen.

Für dieses Experiment verwendeten Frederickson und Kok eine Technik der Liebenden-Güte-Meditation (LKM), um den Teilnehmenden zu helfen, selbst leichter positive Emotionen zu entwickeln. Sie fanden jedoch auch heraus, dass das bloße Nachdenken über positive soziale Beziehungen und das Arbeiten an der Verbesserung zwischenmenschlicher Bindungen ebenfalls Verbesserungen des Vagustonus bewirkten.

Zytokine und Depression

Im Jahr 2014 schrieb ich den Blogeintrag „Wie leitet der Vagusnerv Bauchgefühle ins Gehirn?“, basierend auf Erkenntnissen von Forschern aus der Schweiz, die herausgefunden haben, wie der Vagusnerv dem Gehirn „Bauchgefühle“ von Angst und Angst vermittelt. Klinische und experimentelle Studien zeigen, dass Stress und Depression mit einer Hochregulierung des Immunsystems einhergehen, einschließlich einer erhöhten Produktion entzündungsfördernder Zytokine.

Bei der Verabreichung an Patienten oder Labortiere haben Zytokine typische Symptome einer Depression induziert. Daher können einige Fälle von niedriger Stimmung, niedriger Energie und mangelnder Motivation auf erhöhte Spiegel von Zytokinproteinen zurückzuführen sein.

 

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Erneut bestätigt: HRV-Biofeedback-Training reduziert Prüfungsangst

An der Universität Bordeaux in Frankreich nahmen 18 Studierende an einer Studie teil. Zwölf Teilnehmende machten während fünf Wochen zweimal täglich Biofeedback-Training (HRV-BFB group), die anderen sechs dienten als Kontrollgruppe. Im Vergleich zur Kontrollgruppe kam es bei den Übenden zu einer nachhaltigen Wirkung: die Prüfungsangst nahm signifikant und teilweise sehr deutlich ab.

 

 

Aber nicht nur die Angst verbesserte sich, sondern auch die mentalen Leistungen unter Stress: „Interestingly, this adaptation to HRV-BFB was associated with better exam scores tut sich, thus demonstrating positive effects of cardiac coherence training on both autonomic control and mental performance when exposed to stress.“

Das Herz ist eben nicht nur ein ausführendes Organ, das nur auf die Befehle des Gehirns reagiert. Durch die Herz-Gehirn-Kommunikation hat das Muster des Herzrhythmus einen bedeutsamen Einfluss auf unser emotionales Erleben (Amygdala) und unsere Denkfähigkeit (Großhirn).

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Photo by Honey Yanibel Minaya Cruz on Unsplash

 

Soziale Kohärenz – aktuelle Forschungsergebnisse

Übersetzung eines Artikels von Dr. Rollin McCraty, Forschungsdirektor am HeartMath Institute, Boulder Creek, CA, USA

Der neueste Stand in der Forschung zur HRV und sozialen Kohärenz: Techniken, Technologien und Implikatio­nen zur Verbesserung der Gruppendynamik

Synthese

Konzepte, die unter dem Begriff der Kohärenz zusammengefasst sind, haben sich in Fachgebieten wie der Quantenphysik, der Physiologie und in den Sozialwissenschaften als zentral herausge­stellt. Obwohl es verschiedene Arten von Kohärenz gibt, impliziert der Begriff in jedem Fall eine harmonische Beziehung, Korrelationen und Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Teilen eines Systems. Ein aus der Herzfrequenzvariabilität (HRV) abgeleitetes Maß ermöglicht es, die physiologische Kohärenz zu messen. Eine andere Art der Kohärenz, die soziale Kohärenz, bezieht sich auf die harmonische Abstimmung aller Parteien in Beziehungen, Paaren, Familieneinheiten, kleinen Gruppen oder größeren Organisationen, in denen ein Beziehungsnetzwerk von Individuen mit gemeinsamen Zielen und Interessen besteht. Ein hohes Maß an sozialer Kohärenz ist in stabi­len und harmonischen Beziehungen vorzufinden und ermöglicht den effizienten Fluss sowie die zweckdienliche Nutzung von Energie und Kommunikation, die für einen optimalen kollektiven Zusammenhalt und optimales Handeln erforderlich sind. Soziale Kohärenz erfordert, dass die Gruppenmitglieder aufeinander eingestimmt und emotional miteinander verbunden sind und dass die emotionale Energie der Gruppe durch die Gruppe als Ganzes organisiert und reguliert wird. Eine Reihe von Studien, in denen die verschiedenen Arten der Synchronisation bei Säuglin­gen, Paaren und Gruppen untersucht wurden, zeigen, dass Gefühle der Zusammenarbeit, des Ver­trauens, des Mitgefühls und ein erhöhtes prosoziales Verhalten weitgehend von der Etablierung einer spontanen Synchronisation verschiedener physiologischer Rhythmen zwischen den Indivi­duen abhängen. Dieser Artikel diskutiert eine neue Anwendung des HRV-Monitorings in der sozi­alen Kohärenzforschung sowie die Bedeutung der physiologischen Synchronisation in Gruppen­entwicklungsprozessen und in der Gruppendynamik. Auf Grundlage der umfangreichen For­schungsergebnisse, die zeigen, dass Feedback zum Grad der HRV-Kohärenz auf individueller Ebene die Selbstregulierung verbessern kann, stellen wir die folgenden Hypothesen auf: Feed­back zur individuellen und kollektiven HRV-Kohärenz und zum Grad der Herzrhythmus-Synchro­nisation verbessert die Gruppenkohärenz und die Herzrhythmus-Synchronisation der Gruppen­mitglieder. Training in Techniken zur Erhöhung der Gruppenkohärenz und der Herzrhythmus-Synchronisation korreliert mit erhöhtem prosozialen Verhalten wie Entgegenkommen und der Kooperation der Individuen, einer verbesserten Kommunikation und der Abnahme von Zwietracht und kontradiktorischer Interaktionen. Die vom Herzen erzeugten biomagnetischen Felder könnten einen primären Mechanismus zur Vermittlung der HRV-Synchronisation unter den Grup­penmitgliedern darstellen. In dieser Arbeit sollen Daten diskutiert werden, die die erwähnten Hy­pothesen unterstützen.

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Zeit für Selbstfürsorge

Wahre Selbstfürsorge ist wichtig, um für das richtige Gleichgewicht im Leben zu sorgen und sich wohl zu fühlen. Immer mehr Menschen erkennen, dass das kein Luxus, sondern vielmehr eine Notwendigkeit ist. Modernes Marketing nutzt dieses Umdenken und regt dazu an, gesunde Lebensmittel zu sich zu nehmen, sich ein neues Produkt zur Schönheitspflege zu gönnen, sich über ein verlängertes Wochenende bei einem Kurzurlaub zu entspannen oder bewirbt ähnliche angenehme Aktivitäten.

Echte Selbstfürsorge erfordert jedoch noch etwas anderes.

Ganz weit oben auf Ihrer To-Do-Liste für wahre Selbstfürsorge sollte stehen: „Lernen, das emotionale Gleichgewicht und die innere Ausgeglichenheit zu erhalten, trotz den stetigen Veränderungen und den Ungewissheiten, die die heutige Zeit mit sich bringt!“

Es geht um unsere Energie und wie wir damit umgehen. Fürsorglich oder eher nicht. Häufig übersehen wir leider, dass es uns viel geistige und emotionale Energie kostet, wenn wir Ärger, Frust, Sorgen, Angst und anderen unangenehmen Emotionen zu viel Raum geben. Doch wie geht es Ihnen ohne Energie? Ist Ihre Energie nicht viel zu kostbar, um sie unnötig zu verschwenden? Indem wir lernen, unser emotionales Erleben besser zu regulieren und somit die eigene Energie effizient zu verwalten, verbessern wir nicht nur unsere Lebensqualität. Wir steigern dadurch auch unsere Resilienz und Selbstsicherheit bei der Bewältigung unserer alltäglichen Herausforderungen.

 

Weitere Ideen für mehr Selbstfürsorge

 

Aufhören, sich mit anderen zu vergleichen

Messen wir unseren Erfolg oder unsere Zufriedenheit am Leben anderer, dann verschwenden wir emotionale Energie – egal, ob wir es in den sozialen Medien, am Arbeitsplatz oder bei sonstigen sozialen Zusammenkünften tun. Vergleichen wir uns mit anderen, dann wird häufig vergessen, dass ohnehin nur ein kleiner Ausschnitt ihres Lebens für uns sichtbar ist. Schließlich nehmen wir lediglich das wahr, was der Außenwelt präsentiert wird. Was für uns dabei unsichtbar bleibt, sind die inneren Konflikte, Sorgen, Ängste oder Unsicherheiten anderer. Die Energie, die wir aufwenden, um uns mit anderen zu vergleichen und uns selbst zu kritisieren, kann daher effektiver genutzt werden. Z.B. um unser eigenes Potenzial auszuschöpfen. Sich mit anderen zu vergleichen, mag zunächst verlockend sein, doch mit der Intention eines aufrichtigen Herzens können wir eine solche Energieverschwendung vermeiden.

Um in einer derartigen Situation das Konzept der Selbstfürsorge anzuwenden, müssen wir zunächst darauf achten, wann wir uns in Gedanken mit anderen vergleichen und uns selbst kritisieren. Anschließend können wir uns mit aufrichtigem Herzen darin üben, diese niederen Gefühle hinter uns zu lassen und sie durch Selbstrespekt für unser wahres Ich zu ersetzen.

 

Anderen vergeben und sich auf sein eigenes Leben konzentrieren

Emotionale Lasten abzulegen, indem wir anderen vergeben und uns auf unser eigenes Leben zu konzentrieren, ist für unser Wohlbefinden essentiell. Dabei ist wichtig, sich zu erinnern, dass von Vergebung alle Seiten profitieren können, sodass es sich um eine der vorteilhaftesten Handlungen zur Selbstfürsorge handelt. Anhaltende Streitigkeiten, Ressentiments und sich von anderen abzugrenzen sorgen dafür, dass stetig Energie verbraucht wird und unterdrückt – ohne, dass wir es bemerken – unser Glücksempfinden, was wiederum unsere Gesundheit beeinträchtigt. Eine weise Person sagte einst, das Festhalten an Ressentiments würde im Grunde bedeuten, jemanden in seinem Geist wohnen zu lassen – und das vollkommen ohne Miete zu zahlen. Natürlich sind einige Probleme schwerer hinter sich zu lassen, als andere. Sei daher geduldig und nähere Dich nach und nach einer Vergebung von ganzem Herzen an. Erprobe Deine Vergebung – bevor Du Dich mit größeren Herausforderungen befasst – zunächst an kleineren Problemen. Mit dieser Einübung in einer besonderen Form der Herzintelligenz werden die geistige und emotionale Zufriedenheit ebenso verbessert wie die Gesundheit. Vielleicht stellen Sie sogar fest, dass Dir einige der am schwersten zu bewältigenden Probleme den höchsten Return on Investment im Leben bieten.

 

Selbstmitgefühl

Wie oft weisen wir unsere Kinder darauf hin, anderen ihr Mitgefühl auszudrücken. Eher selten helfen wir ihnen allerdings dabei, Mitgefühl mit sich selbst zu haben. Mitgefühl mit sich selbst wird in unserer Gesellschaft häufig als egozentrisch oder sogar als selbstgefällig und narzisstische angesehen und gilt als etwas, das vermieden werden sollte. Doch wo steht geschrieben, dass Ermutigung und Mitgefühl nur für andere bestimmt sind?

Uns selbst Mitgefühl zu verwehren, wenn wir unsere oder die Erwartungen anderer nicht erfüllen konnten, raubt uns die heilende Kraft dieses tröstenden Gefühls. Mehr Mitgefühl für uns selbst zu haben, indem wir Verständnis für uns zeigen und uns nach einem Wutausbruch, einem verpatzten Bewerbungsgespräch, nachdem wir mehr als geplant gegessen oder einen beliebigen Fehler gemacht haben, selbst vergeben, ist tatsächlich vollkommen in Ordnung. Es ist ein Akt unserer Herzintelligenz, der uns hilft, unser Leben wieder ins Gleichgewicht zu bringen und uns schneller zu erholen.

Selbstmitgefühl ist aktive und bewusste Selbstfürsorge

Es hilft uns, vitalisierende Energie zu schöpfen, die als Tonikum für unsere Zellen und unseren gesamten Körper fungiert. Selbstmitgefühl öffnet unsere Herzen außerdem für intuitive Lösungen und Unterstützung und bietet uns damit die besten Methoden, um unseren Alltag zu bewältigen.

Selbstmitgefühl praktizieren

Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, an dem Sie für einige Minuten ungestört sind. Stellen Sie sich anschließend vor, wie Sie sich selbst gegenüber Mitgefühl empfinden und auch ausstrahlen. So, als würden Sie es einem lieben Freund/einer lieben Freundin gegenüber tun. Seien Sie sich selbst gegenüber der beste Freund/die beste Freundin. Vielleicht können Sie sich sogar vorstellen, wie Sie sich selbst in den Arm nehmen. Tun Sie dies für eine Weile. Fangen Sie mit wenigen Minuten an. Und wenn es sich gut anfühlt, dann können Sie die Dauer der Übung langsam steigern. Achten Sie dabei vor allem darauf, dass Ihr Selbstmitgefühl direkt von Ihrem Herzen ausgeht. Wie ein Lichtstrahl, der Ihren gesamten Körper mit Mitgefühl anfüllt.

Es mag sein, dass es sich am Anfang komisch und ungewohnt anfühlt. Das ist völlig normal. Denn die meisten Dinge, die wir zum ersten Mal tun, lösen in uns auch ein Gefühl von Unsicherheit aus. Bleiben Sie dennoch dabei. Es lohnt sich! Und um es noch einmal zu wiederholen: Selbstmitgefühl ist vollkommen legitime Selbstfürsorge und hält viele wunderbare Überraschungen für Sie bereit.

Veränderung, die verändert – eine Fallstudie

Zusammenfassung

Angst, emotionale Ausbrüche und außergewöhnliche Müdigkeits- und Erschöpfungszustände sowie eine allgemein resignative Einstellung beschreiben die Ausgangssituation einer meiner Klientinnen vor der Arbeit mit HeartMath®. Sie startet mit großer Skepsis und der Überzeugung, dass eine Methode, die das Herz in den Mittelpunkt stellt, schon aufgrund ihres Herzrasens und der dazugehörigen Panikattacken nichts für sie sei. Sie ändert durch die folgende praktische Arbeit mit den einzelnen Techniken und ihrer Anwendung auf konkrete negative Erinnerungssequenzen nicht nur ihre Meinung: Es gelingt ihr zunehmend das Vorzeichen verschiedener problematischer, belastendender und energieverbrauchender Situationen umzukehren bzw. derart zu mildern, dass diese einen Teil ihrer verletzenden bzw. Trauer- oder Angst- einflößende Bedeutung verlieren.

Die subjektiven Repräsentationen von unüberwindlichen und kumulierten Negativ-Ereignissen erhalten durch die Arbeit mit HeartMath® eine gemilderte bis sinnhafte Bedeutung. Handlungsspielräume werden in ihrem Leben sichtbar, Erfolge stellen sich ein. Persönlich besonders problematische Beziehungen bewegen sich auf ein kontrollierbares Niveau. Die Klientin verändert sich – die zu Beginn der Arbeit allgegenwärtigen Beeinträchtigungen lösen sich auf. Zum Vorschein kommt eine mutige und anpackende Persönlichkeit, bereit die Herausforderungen, die sich ihr stellen, anzunehmen. Die Wirkung der Methode ist so beeindruckend wie die Klientin selbst.


Fallstudie

Während meiner Arbeit in der beruflichen Rehabilitation hatte ich Gelegenheit mit einer Klientin zu arbeiten, die mich maßgeblich von meiner Arbeit mit HeatMath® überzeugte. Sie litt unter Ängsten, Grübeln, emotionalen Ausbrüchen und auffälliger, außergewöhnlicher Müdigkeit. Schnelle Erschöpfung behinderte ihren Alltag und auch ihre Rückkehr ins Arbeitsleben. In dieser Ausgangslage nahm sie an einem Kleingruppentraining teil, welches von mir durchgeführt wurde.

Schon in der ersten Sitzung fiel sie mir durch ihr unentwegtes Gähnen und der Tatsache auf, dass sie tatsächlich während der Einführung kurzzeitig einschlief. Sie war mir auch deshalb in besonderer Erinnerung, weil sie zwar zuhörte und mitarbeitete – dabei dennoch kritisch, sehr skeptisch wirkte. Es kam mir vor als trüge sie eine Abneigung gegen das ganze Training, was sie mir später lachend bestätigte.

Wie bei anderen Klienten auch, zeigten sich schon zu Beginn der Arbeit mit HeartMath® erste Veränderungen. Wir nutzten die herzfokussierte Atmung zur Um-Bewertung einer ersten selbst gewählten negativen Erinnerungssequenz (Stresssituation). In der Gruppenreflexion beschrieb sie die Ausprägung ihrer negativen Emotionen zu dieser Situation auf einer subjektiven Emotions-Skala von 1-10 (EMONEG/ 1 = gering; 10 = hoch) vor der Übung bei 5 und nach der Übung bei 3, also um 2 Einheiten geringer.

Eine Woche später, in der zweiten Gruppeneinheit erschien sie müde und desinteressiert, führte aber die angeleiteten Übungen aus. Wieder brachte die Bearbeitung einer frei gewählten negativen Erinnerungssequenz mit der herzfokussierten Atmung eine Veränderung in der Einschätzung auf der EMONEG-Skala von 5 auf 3. Die Bearbeitung einer weiteren Erinnerungssequenz mit der Quick Coherence®-Technik brachte eine Verringerung auf der EMONEG von 9 auf 7. Meine Klientin war am Ende der Sitzung interessiert – und immer noch kritisch.

In der dritten Sitzung erschien meine Klientin zu Beginn ernst und müde, immer wieder gähnend. In dieser Sitzung behandelten wir die Inner Ease®- und die Heart Lock-In®-Technik. Auch dieses Mal nahmen wir uns die Zeit, um mit dem emWave® Pro qualitative Messungen der Kohärenzwerte und der Kohärenzverteilung vorzunehmen. Immer noch konnte sie während der (Null-) Messungen zum Anfang der Sitzungen nicht auf den Bildschirm schauen, da die vielen roten/ inkohärenten Anzeigen sie nervös machten. Im Verlauf „rutschte“ sie aber immer mehr in den mittleren Kohärenzbereich.
In dieser Sitzung wollte es der Zufall, dass wir nach der Hälfte der Zeit allein waren. Ich spürte, dass sie ohne rechte Lust oder Interesse in diese letzte Stunde ging. Wieder bearbeiteten wir eine negative Erinnerungssequenz. Sie wählte die bereits in der letzten Sitzung zuletzt gewählte Erinnerungssequenz. Und dieses Mal bewertete sie die Sequenz bereits vor der Übung um 2 Einheiten niedriger als beim letzten Durchgang (7 statt 9). Nach Durchführung der HeartMath®-Technik bewertete sie die EMONEG zu dieser Erinnerung wieder um 2 Einheiten weniger (also 5). Sie erkannte das Ergebnis nun als das, was es tatsächlich war, nämlich eine echte Veränderung. Auch wenn es sich hier um eine subjektive Einschätzung handelte, entsprach sie doch ihrer mentalen Repräsentation, ihrer Wahrnehmung und damit ihrem realen Empfinden.

Der Bann war gebrochen: Am Ende der Sitzung war von der Skepsis und den ärgerlich-wütigen Emotionen, die sie bisher ausstrahlte, nichts mehr zu spüren. In unserer vierten Sitzung konnte ich meine Klientin kaum wieder erkennen. Der Einführung in die Technik Freeze Frame® und der Nutzung zur Bearbeitung eines konkreten Problems folgte sie interessiert und absolut wach – auch bei den theoretischen Ausführungen hielt sie fast bis zum Ende (ca. 40 min.) durch, bevor erste Müdigkeitsanzeichen auftraten.

In der nächsten Gruppenreflexion berichtet sie davon, dass sie in der Zwischenzeit das erste Mal ihrer pubertierenden Tochter gegenüber ihre Bedürfnisse geäußert habe und zwar ohne das gefürchtete schlechte Gewissen. Sie habe auch nicht die sich sonst einstellende Wut und Ungeduld erlebt. Sie empfinde diesen neuen Handlungsspielraum als befreiend. In der sechsten Sitzung erschien meine Klientin in einer geradezu heiter- aufgeräumten Stimmung. Sie lächelte und zeigte erstmalig keinerlei Anzeichen von Müdigkeit.

Einen Monat später führten wir Biofeedback-Messungen sowohl mit dem emWave®Pro als auch dem emWave®Pro PLUS durch. Meine Klientin begann die Messungen ohne positive Erwartungen, d.h. sie wandte den Blick ab vom Bildschirm, um nicht durch die Messwerte irritiert zu werden. Sie erinnerte sich mit mir gemeinsam an die ersten Messungen, die durchweg völlig inkohärent gewesen waren (durchgängig rot im Level 1).

Meine Klientin erreichte einen Total Power-Wert von = 726.7 ms2/Hz. Dieser Wert zeigt die Gesamtenergie über alle Frequenzen des Autonomen Nervensystems. Er entsprach fast dem Normwert (vgl. Wittling). Ihr RMSSD-Wert betrug 48.1 ms und lag mehr als doppelt so hoch wie der entsprechende Normwert (ebda.). Die Stärke dieser Kennzahl deutet auf einen leistungsfähigen Zustand des Parasympathikus und damit eine effektive Erholungsfähigkeit des Nervensystems. Auf Rückfrage bestätigte sie, sie fühle sich sehr gut. Inzwischen war sogar eine Absage an ihren Wunsch auf eine Umschulung ergangen, deren Enttäuschung sie für sich genau in dieser Zeit verarbeiten musste – und offensichtlich hatte.

Wir arbeiteten noch im mehrwöchigen Abstand für mehrere Monate. Die Kohärenzwerte stiegen weiter. Als wir mit der Arbeit begannen, waren die Werte ausschließlich im inkohärenten Bereich. In der letzten Sitzung erreichte sie während der Inner-Ease®-Übung einen Kohärenzwert von 3.1 (Level 2). Ihr zuletzt gemessener Total Power-Wert lag bei = 1239.6 und war damit mehr als 50% höher als der Normwert, ihr RMSSD bei = 102.2 ms (bei einer Referenzspanne von 31.5 – 127.4). Im Hinblick auf ihr subjektives Energiegefühl beschrieb sie wie gut sie doch alles bewältige und wie optimistisch sie sich doch fühle – trotz so vieler Anforderungen und Unwägbarkeiten. Ergebnisse dieser Art sind es, die mich von meiner Arbeit mit HeartMath® überzeugen.

Mein Dank gilt zuerst dieser Klientin.

Dr. Susan Schmidt – www.tir-training.de

 

Foto: Cathal Mac an Bheatha

Auf den Spuren der Wissenschaft zur Globalen Kohärenz

Interview mit Mae-Wan Ho, PhD

Das Interview wurde von David Riley geführt, Chefredakteur von „Alternative Therapien in Gesundheit und Medizin“ kurz (ATHM), zusammen mit Rollin McCraty,PhD, Forschungsdirektor am Institut für HeartMath, Boulder Creek, Kalifornien und Suzanne Snyder, Managerin und Herausgeberin von ATHM. Das Original ist hier nachzulesen.

Ein ganz herzliches Dankeschön an Georg Folie für die Übersetzung!


Mae-Wan Ho, ist vor allem für ihre Pionierarbeit auf dem Gebiet der Physik der Organismen und nachhaltigen Systeme bekannt; Sie ist auch eine Kritikerin der gentechnischen Biotechnologie und des Neo-Darwinismus. Sie ist Regisseurin und Mitbegründerin des Instituts für Wissenschaft in der Gesellschaft (www.isis.org.uk) und Chefredakteurin und Art Direktorin des vierteljährlich erscheinenden Trendmagazins: Wissenschaft in der Gesellschaft.
Sie ist Autorin oder Mitautorin von mehr als 170 wissenschaftlichen Publikationen, mehr als 500 populärwissenschaftlichen Artikeln und mehr als einem Dutzend Büchern, einschließlich: The Rainbow and the Worm: The Physics of Organisms (3. Ausgabe, 2008); Genetic engineering: dream or nightmare? Food Futures Now (2008); und Green Energies, 100% erneuerbare Energien bis 2050(2009).


ATHM (Frau Snyder):
Bitte erzählen Sie uns etwas über Ihren Hintergrund und Ihre Ausbildung?

Dr. Ho:
Ich wurde in Hongkong geboren. Ich begann mit einer chinesischen Schule und wechselte dann in eine italienische Klosterschule, im Grunde eine englisch
Schule für Mädchen, geführt von italienischen Nonnen. Ich wurde westlichen Ideen erst spät im Leben, wahrscheinlich als ich 10 oder 11 Jahre alt war,
ausgesetzt. Ich hatte Glück, da ich in der Schule ziemlich gut war, ließen mich die Nonnen tun was ich wollte. Ich musste Ihnen nicht zuhören, wenn ich nicht wollte. So entkam ich der schlimmsten reduktionistischen westlichen Bildung, da all diese Ideen, die nicht passten, einfach von mir abperlten.
Ich denke, das erklärt, warum ich in jedem Bereich, in den ich gehe, immer wieder im Widerspruch zu der konventionellen Theorie stehe.

ATHM (Frau Snyder):
Wie lange haben Sie die Klosterschule besucht?

Dr. Ho:
Ich war dort bis ich an die Universität ging. Ich lernte Biologie und dann Biochemie als Doktorand an der Hongkong University. Und wieder hatte ich während des ganzen Studiums nichts Nützliches gelernt. Vielleicht übertreibe ich jetzt ein wenig.
Ich brachte mir die Dinge selbst bei, von denen ich gerne etwas erfahren wollte. Nachdem ich die Universität beendet hatte, promovierte ich und wurde habilitiert, dann begann ich das Feld zu wechseln, da ich die Art von Forschung nicht mochte, die ich machte. Ich mochte die Ideen nicht. Ich habe mich gegen den Neodarwinismus und den reduktionistischen Weg aufgelehnt, Dinge in Stücken zu betrachten.
Ich war in die Biochemie gegangen, da mich einiges, was ich von einem meiner Professoren gehört hatte, begeisterte. Er zitierte Albert St Györgyi – den Vater der Biochemie – der sagte, dass das Leben zwischen zwei Energieniveaus eines Elektrons stattfindet. Ich dachte, das ist pure Poesie. Und das brachte mich dazu wissen zu wollen: „Was ist Leben?“ Das war die Hauptfrage, die ich beantworten wollte.
Also ging ich in die Biochemie und dachte, ich würde dort die Antwort finden. Aber es war sehr langweilig, da es in der Biochemie nur darum ging, alles zu zerkleinern, alles zermahlen, trennen und zu reinigen und das ist immer noch so, wirklich! Nichts davon hat dir wirklich gesagt, was das Leben ist.
Die Biologie studierte Tote, ausgestopfte Exemplare. Dort war Nichts, was die Fragen beantwortet: „Was ist die biologische Organisation? Was hält Organismen am Leben? Was ist Leben?“
Ich verabscheute besonders den Neodarwinismus, weil es die am meisten Geist betäubende, hirnlose Theorie ist, die Alles erklären können will und alles, allein durch „selektiven Vorteil“. Alles drehte sich um Wettbewerb und selektiven Vorteil. Es war so Geist tötend.
Ich habe viel Zeit damit verbracht, den Neo-Darwinismus zu kritisieren, bis ich dessen überdrüssig wurde. Was der Neodarwinismus auslässt, ist die ganze Chemie, Physik und Mathematik, sie brauchen keine Physiologie oder Entwicklungsbiologie, wenn alles in Bezug auf den selektiven Vorteil erklärt werden kann und es ein Gen für jede einzelne Eigenschaft, real oder imaginär, gibt.
Schließlich traf ich einige bemerkenswerte Leute und lernte viel von Ihnen und änderte schließlich mein Forschungsgebiet völlig. Ich bin
nicht wirklich eine Biophysikerin; Ich schrieb ein Buch mit dem Titel „Die Physik von Organismen“, was etwas völlig anders war, als das was Menschen in der Biophysik tun. So kam ich zum Studium der Quantenkohärenz und verschiedener anderer Dinge.

ATHM (Frau Snyder):
Haben Sie während oder nach der Ausbildung das Forschungsfeld gewechselt?

Dr. Ho:
Es war nach der Ausbildung. Es war fast ein kompletter Bruch mit meiner vorherigen Ausbildung. Im ersten Jahr der Universität mussten wir alles machen. Wir mussten alle möglichen Arten von Chemie, einschließlich Thermodynamik lernen. Thermodynamik war die erste Stunde am Morgen. Es war eine riesige Klasse. Ich kam immer zu spät. Der Dozent sprach sehr schnell, sehr leise, schrieb Sachen mit der einen Hand an die Tafel und rieb sie mit der anderen ab. Also habe ich gar nichts verstanden.
Ich musste die Thermodynamik neu erlernen, aber das kam später.
Die erste Person, die mich zu beeinflussen begann, war Fritz Popp. Ein Quantenphysiker, der Lichtemissionen von lebenden Organismen untersucht. Als ich ihn zum ersten Mal traf, verstand ich kein einziges Wort von dem was er sagte, aber er erwähnte etwas Namens „Quantenkohärenz“. Ich hatte das Gefühl, dass dies etwas sehr Wichtiges war, und ich entschied mich, so viel wie möglich darüber herauszufinden.

ATHM (Frau Snyder):
Von Wem sind Sie sonst noch beeinflusst worden?

Dr. Ho:
Eine andere Person, deren Arbeit mich beeinflusst hat, war Herbert Fröhlich. Fröhlich war ein Festkörperphysiker. Er war sehr interessiert an der Frage, warum Organismen unter anderem so empfindlich auf elektromagnetische Felder und Mikrowellen von sehr geringer Intensität reagieren. Er hatte eine Theorie der kohärenten Anregungen, die mit der Theorie der Quantenkohärenz in Verbindung stand, da er den Organismus fast wie einen Festkörper betrachtete.
Seine Idee war, dass die lebende Zelle nicht wie eine Tüte Wasser mit gelösten Enzymen in verdünnten Lösungen ist. Wenn man es sich genau ansieht, ist die ganze Zelle mit Molekülen und Organellen voll gestopft, und es ähnelt mehr einem festen Zustand. In einem solchen System, wenn Sie es mit Energie aufpumpen, wie mit einem Laser, könnten Sie in kohärente Zustände geraten. Das war leichter zu verstehen. Mit Hilfe meines Mannes, Peter Saunders, der Mathematiker ist, begann ich zu verstehen, worüber Fröhlich sprach. Dann ging ich zu Fritz Popp und arbeitete mit ihm, dabei habe ich viel über wirklich tiefe Quantentheorie gelernt. Er war ein sehr guter Lehrer und am Ende lernte ich Dinge von ihm, die er vielleicht nicht unterrichten wollte. Ich stehe wirklich in seiner Schuld. Die Zusammenarbeit mit ihm war sehr erhellend.
Nachdem ich von ihm die Quantentheorie gelernt hatte, begann ich zurückzugehen und all meine Thermodynamik neu zu erlernen. Ich hatte noch einen wundervollen Lehrer namens Kenneth Denbigh. Er war bekannt für eine Reihe von ausgezeichneten Lehrbüchern zur Nichtgleichgewichtsthermodynamik.
Das Wichtigste für mich war ein kleines Buch namens „The Thermodynamics of Steady State“ Ich hatte das Glück, in ständiger Verbindung mit ihm zu stehen, er war damals im Ruhestand. Er war ein sehr großzügiger Lehrer, so habe ich seine Arbeit, mit seinem Segen, fortgeführt. Er blieb bis zuletzt mein Freund.
Eine andere Person, die mich beeinflusste war Erwin Schrödinger, der das Buch: „Was ist Leben?“ schrieb. Natürlich bin ich nicht alt genug, um mit Ihm direkt interagiert zu haben.
Das sind einige der Einflüsse, die mich dazu brachten, mein Buch zu schreiben, „Der Regenbogen und der Wurm: Die Physik der Organismen“, welches zuerst 1993 veröffentlicht wurde. Dabei wurde das erste Mal Quantenkohärenz ernsthaft angewandt, um lebendige Organisation zu erklären.
Die abschließende Theorie wurde in der zweiten Ausgabe veröffentlicht, im Jahr 1998. Die erste Ausgabe war mehr oder weniger eine Abwandlung von Schrödingers: „Was ist Leben?“ Das Bemerkenswerte an Schrödingers Buch ist, dass er es geschrieben hat, bevor es die Festkörperphysik gab, bevor der erste Transistor erfunden wurde. Die meisten Leute kennen das Buch, weil es die DNA als das genetische Material voraussagte. Aber das war nur die eine Hälfte aus dem Buch, die andere Hälfte handelte von der Kohärenz, das war der Pfad, dem ich folgte. Etwa um 1996 hatte ich plötzlich einen Einblick in eine Theorie des Organismus, – der Thermodynamik lebender Organismen. Das wurde in der 1998er Ausgabe des Buches näher ausgeleuchtet. Der Umfang des Buches wurde erweitert und in einer dritten Ausgabe im Jahr 2008 aktualisiert.
Als das Buch erstmals 1993 veröffentlicht wurde, sagte ich, dass die Quantenkohärenz für die biologische Organisation verantwortlich sei, aber niemand hat es wirklich geglaubt, obwohl ich aus meiner Sicht, eine Kombination aus guten theoretischen Argumenten, zusammen mit experimentellen Beweisen erbrachte. Nicht einmal meine besten Freunde haben es geglaubt.
Jetzt, im Jahr 2010, ist eines der Dinge, das Biologen am meisten bewegt, die Quantenkohärenz bei der Photosynthese. Photosynthese ist der Prozess, bei dem grüne Pflanzen und andere Organismen Licht ernten. Sie erhalten Energie von der Sonne zum Wachsen und für all die anderen Dinge, welche lebendig sein ausmachen. Mit sehr hoch entwickelten Instrumenten haben Wissenschaftler entdeckt, dass die sehr schnellen Reaktionen Quantenkohärenz beinhalten. Sie sind erstaunt, dass Quantenkohärenz überhaupt existieren kann und auch noch für hunderte von Femtosekunden bestehen bleibt. Eine Femtosekunde ist 10-15 Sekunden. Und dies geschieht über eine Entfernung von Nanometern (10-12 m). Wissenschaftler sind begeistert darüber, was traurig ist, da der gesamte Organismus quantenkohärent ist.

ATHM (Dr. McCraty):
Quantenmechanik ist wichtig für die Erklärung der Biochemie der Moleküle. Wie Sie schon sagten, viele Wissenschaftler behandeln die Moleküle wie ein klassisches Billard-Modell. Aber wie diese nicht lebenden Chemikalien auf magische Weise zu einem lebenden System werden, ist immer noch ein Mysterium. Sie sagen, dass Kohärenz die definierende Eigenschaft eines lebendigen Systems ist?

Dr. Ho:
Wir haben in meinem Labor eine bildgebende Technik entdeckt, mittels welcher alle Organismen wie ein Flüssigkristall-Display aussehen. Wir legen diese kleinen Organismen unter ein Mikroskop, unter ein Polarisationslichtmikroskop, dass Geowissenschaftler verwenden, um Bergkristalle zu betrachten. Das Mikroskop hat zwei senkrechte Polarisatoren, also ist das Bild völlig dunkel, da kein Licht durchkommt, es sei denn, man hat diese Bergkristalle welche „doppelbrechend“ sind. Diese haben eine bestimmte Art von kristalliner Ordnung, welche die Lichtrichtung ändern, so dass sie nun hell und bunt erscheinen. Diese Kristalle haben eine besondere atomare Ordnung. Flüssigkristalle machen dasselbe; sie sind auch doppelbrechend. Sie haben spezielle molekulare Ausrichtungen und können auch hell und bunt erscheinen, aber man benötigt spezielle Einstellungen, um das herauszuarbeiten, da die Doppelbrechung schwächer als in Bergkristallen ausgeprägt ist, das Prinzip ist aber dasselbe.
In einem lebenden Organismus ist jedoch nichts Statisches, und das hat uns am Anfang Kopfzerbrechen bereitet: Wie können lebende Organismen aussehen wie Flüssigkristalle? Sie bewegen sich die ganze Zeit, es kann also keine statische molekulare Ordnung geben, um diese brillanten Farben zu erzeugen. Deshalb habe ich mein Buch „The Rainbow and the Worm: The Physics of Organisms“ getauft. Der „Wurm“ war nicht wirklich ein Wurm; es war eine Drosophila Larve, eine kleine Fruchtfliegenlarve, die aus einem Ei schlüpft.
Als wir diese erstaunliche Entdeckung machten, was eine der stärksten ästhetischen Erfahrungen war, die ich in meinem Leben machte, war ich eigentlich auf der Suche nach etwas Anderem. Ich war auf der Suche nach einer Molekülordnung im Ei, welche subtiler ist, wie ein Vormuster des Körperplans, das im Laufe der Entwicklung erscheint. Das war es, was wir suchten. Und wir haben es gefunden, aber es war nicht annähernd so aufregend wie der sich bewegende Organismus, der wie ein sich bewegender Flüssigkristall aussah.
Die Erklärung ist, dass sich alle Moleküle kohärent bewegen und die molekularen Bewegungen langsamer sind als die Schwingungen des Lichts. In jedem Augenblick sieht das Licht diese molekulare Ordnung und gibt deshalb diesen Flüssigkristalleffekt wieder. Das ist wirklich der beste Beweis dafür, dass molekulare Kohärenz im gesamten Organismus existiert.
Das mit den lebenden Organismen assoziierte Wasser – etwa 70 Gew.% und 99% nach Anzahl der Moleküle – ist in dieser Hinsicht wichtig, weil das Wasser für eine Menge der flüssigen Kristallinität verantwortlich ist und auch für die Flexibilität der Proteine und andere Makromoleküle, damit sie sich kohärent bewegen können.
Der quantenkohärente Organismus ist nicht nur eine theoretische Übung. Wenn Sie nur die konventionelle Quantentheorie an Organismen anwenden, funktioniert es nicht. Die konventionelle Quantenmechanik musste erweitert werden, und das habe ich in meinem Buch getan. Die Analogie, welche ich verwende, ist eine Art Multimode-Laser, der aufgeladen wird, sodass er in vielen verschiedenen Frequenzen kohärent ist, einer ganzen Bandbreite von Frequenzen. Die Bandbreite der Frequenzen in einem Organismus ist einfach fantastisch.
In meinem Buch sage ich, dass es so ist wie 70 Verdoppelungen einer Oktave. Ich benutze die Analogie des Quantenjazz, um diese Quantenkohärenz auszudrücken, die einmalig für Organismen ist. Es erstreckt sich über weite Bereiche von Raum- und Zeitskalen, vom kleinsten Atom oder subatomaren Teilchen, zum gesamten Organismus und darüber hinaus. Organismen kommunizieren mit anderen Organismen; Sie sind auf natürliche Rhythmen abgestimmt, also haben sie tages- Rhythmen, jährliche Rhythmen und so weiter. Auf der anderen Seite haben sie extrem schnelle Reaktionen, die in Femtosekunden oder zehntel Femptosecunden stattfinden, bis hin zu jährlichen Rhythmen.
Wenn Sie sich vorstellen können, dass all diese Rhythmen koordiniert sind. Es gibt Hinweise, dass sie tatsächlich über all diese Skalen koordiniert sind. Natürlich können Sie niemals ein nicht lebendiges Beispiel dafür finden. Sie finden Teile davon in Festkörpersystemen, welche kohärent in einigen Frequenzen werden können. Sie finden Teile davon in, sagen wir, einer eingestellten Radiofrequenz. Wenn ein Radio abgestimmt ist, können Sie das Signal empfangen auf das es abgestimmt ist. Der Organismus ist auf alle Frequenzen gleichzeitig abgestimmt.
Wenn Sie auf den Herzschlag schauen, ist dieser tatsächlich eine Reflexion von allen Frequenzen im Körper, wodurch es oberflächlich sehr unregelmäßig erscheint. Aber wenn Sie den Herzschlag mit den richtigen mathematischen Werkzeugen analysieren, können Sie genau die Art von Multimode Quantenkohärenz Eigenschaft, die das Leben ausmachen extrahieren.
Das ist faszinierend.

ATHM (Dr. McCraty):
Es scheint, dass es keinen Konsens zur Definition eines lebenden Systems gibt. Glauben Sie, dass Kohärenz in eine genaue Definition lebendiger Systeme einbezogen werden muss?

Dr. Ho:
Ja, ich würde Organismen definieren als „Selbstorganisierende Quantenkohärente Systeme“.
Das Problem beinhaltet somit auch die Definition von Quantenkohärenz, speziell jener von Organismen.
Im Moment gibt es Teile einer Definition, die passen. Die Phasenkorrelation ist wichtig für die Quantenkohärenz im Allgemeinen. Zum Beispiel in der
Herzschlagdaten-Zeitreihe: wenn Sie die Daten umsortieren, so dass Datenpunkte in zufälliger Ordnung zu liegen kommen, geht die Kohärenz verloren, da die Phasenkorrelation verloren geht.
In meinem Buch erwähne ich die Faktorisierbarkeit, die ein bisschen technisch ist. Ein Organismus ist voll von Aktivitäten über alle Zeit und Raum Skalen. In einem vollständig kohärenten System sind die Aktivitäten alle korreliert, jedoch erscheint jede dieser Aktivitäten, als ob sie
unabhängig von allen anderen ist. Das ist wirklich kontra intuitiv. Sie sind so perfekt korreliert, dass die Kreuzkorrelationen nur den Multiplikation der Selbstkorrelationen entsprechen. Es ist also analog zur klassischen Situation, in der die gemeinsamen Wahrscheinlichkeiten von zwei unabhängigen Ereignissen nur die Multiplikation zweier unabhängiger Wahrscheinlichkeiten entspricht.
Dieses Kriterium der Quantenkohärenz kommt von der Arbeit des Quantenphysikers Roy Glauber, der den Nobelpreis in Quantenoptik 2005 gewann. Glaubers Arbeit gehört zu den wunderbaren Dingen, die mich Fritz Popp lehrte. Ich benutze gern das Bild des Quantenjazz, um es zu vermitteln. Stellen Sie sich eine riesige Jazzband vor, die Musik macht, von sehr kleinen Instrumenten bis zu sehr großen, sehr schnell bis sehr langsam spielenden, mit einer musikalischen Bandbreite über 70 Oktaven. Sie improvisieren von Moment zu Moment, spontan und frei und doch im Einklang mit dem Ganzen. Das ist die ultimative Quantenkohärenz. Man kann verschiedene Grade (Ordnungen) der Quantenkohärenz haben. Ein vollständiger quantenkohärenter Zustand wäre die Quantenkohärenz von N-ter Ordnung, wobei N eine sehr große Zahl ist. Dieser Zustand wird nur sehr selten erreicht, vielleicht ein- oder zweimal im Leben, für einige von uns oder vielleicht auch nie. Sie bekommen eine Ahnung davon, wenn Sie eine ästhetische Erfahrung machen, eine ganz besondere ästhetische Erfahrung, wie eine, die ich hatte als ich zum ersten Mal auf den Regenbogenwurm traf. Manche Leute würden es eine mystische Erfahrung nennen. Ich bin weder eine Mystikerin noch eine religiöse Person, aber ich liebe Kunst. Ich widme mich der Kunst genauso wie der Wissenschaft. Das ist es, was das Leben für mich so erfüllend macht.
Sie können niedrigere Kohärenzgrade haben als das, was ich gerade Beschrieben habe – die Alltagskohärenz -, die das Leben am Laufen hält.
Wenn Sie ein vollständig quantenkohärentes System haben, werden Sie niemals altern und Sie werden niemals sterben. Aber wir altern und wir sterben. Das ist Inkohärenz in unterschiedlichem Maße. In meinem Buch schlage ich vor, Zeit als Ansammlung von Inkohärenz zu betrachten.
Wenn Sie Inkohärenz anhäufen, altern Sie. Ich denke eine glückliche kohärente Person altert langsamer als jemand voller Angst und Streben. Es ist faszinierend darüber nachzudenken. Ich sage nicht, dass Quantentheorie alles und jedes bis in alle Ewigkeit erklärt. Aber es gibt uns einen Einblick, wie wir über diese Dinge nachdenken können. Konventionelle Quantentheorie ist nicht genug. Quantenkohärenz hat praktische Konsequenzen. Bitte erforsche sie. Bitte mach etwas damit, denn es wird unser ganzes Bild verändern wie wir Gesundheit und Krankheit betrachten. Das ist es, was fehlt.
Ich habe keinen Zweifel, dass zumindest einige der esoterischen Dinge die Menschen den Quanteneffekten zuschreiben, real sind, etwa Telepathie, Fernheilung usw. Aber wir können nicht die Grenzen vom sehr Konventionellen, über die Quantenkohärenz von Organismen, zur vollständigen Quantenkohärenz des Universums verschieben. Ich glaube, das Universum ist quantenkohärent. Quantenkohärenz ist überall. Und wenn wir wissen, wie wir uns darauf einschwingen können, können wir es sehen, wenn wir es ignorieren. Wenn wir sehr reduktionistisch und mechanisch in unserem Denken und Tun sind, werden wir es nicht erkennen.

ATHM (Dr. McCraty):
Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Aus einem sehr einfachen Grund, wenn wir Kohärenz in den Rhythmen der biologischen Systeme oder im Mensch messen, gibt es da energetische Teile, die Dinge, die wir nicht messen oder anfassen können – Dinge wie unsere Gedanken und Emotionen zum Beispiel. Ich betrachte diese als energetische Systeme, nicht auf eine esoterische Art und Weise. Das sind die Dinge, die wir nicht messen können. Aber wenn wir emotional inkohärenter werden, wütender und irritiert zum Beispiel, spiegelt sich dies sofort in einer Inkohärenz der Rhythmen im Körpersystem wieder. Ich denke, das passt sehr gut zu dem, was Sie gesagt haben: Akkumulierende Inkohärenz altert das System.

Dr. Ho:
Stimmt, das Herz ist sehr wichtig, es koordiniert die gesamten Aktivitäten, aber noch wichtiger, es kommuniziert mit allem.

ATHM (Dr. McCraty):
Richtig und es wird von Allem beeinflusst.

Dr. Ho:
Es ist wie eine Symphonie. Ich bin im Herzen ein Taoist. Und Quantenkohärenz und Taoismus sind eins, da kohärentes Handeln müheloses Handeln ist. Sobald ich diese Physik von Organismen gefunden hatte, wollte ich es nie mehr loslassen, weil ich merkte, dass ich meinen Weg zurück finden musste, um mein komplettes Selbst zurück zu gewinnen.
Westliche Bildung neigt dazu, zu teilen. Es teilt dich auf in den Beobachter und das Beobachtete, den Kontroller und den Kontrollierten und Gott weiß was noch. Das Leben ist nicht so. Das Leben ist spontan und frei, und alles funktioniert durch Interkommunikation. Es ist eine perfekte soziale Anarchie, weil jeder Spieler so viel Kontrolle hat, wie er oder sie feinfühlig und empfänglich ist. Das ist das Ideal einer glücklichen Person, einer gesunden Person.

ATHM (Dr. McCraty):
In einem Artikel, den ich für diese Ausgabe geschrieben habe, habe ich versucht, unsere Vorstellungen von Kohärenz auf die soziale Ebene zu erweitern, worüber wir gerade erst anfangen zu reden. Die meisten Leute waren schon einmal auf einem Konzert, bei dem etwas Magisches passiert ist, oder einem Sportereignis, bei dem ein Team in eine bestimmte Art von Flow gerät, in der die Spieler agieren, als wären sie eins, und dies hebt das Niveau Aller.

Dr. Ho:
Und wenn Sie eine Gruppe von Leuten haben, die zusammen musizieren und in einen kohärenten Zustand gelangen, ist es so wundervoll.
Es ist einfach das Schönste. Sie können es im Publikum fühlen.
Ich bin kein Musiker, aber ich kann fühlen, wie glücklich die Musiker sind wenn sie in diesem Zustand sind.

ATHM (Dr. Riley):
Ist Nachhaltigkeit ein Merkmal der Kohärenz?

Dr. Ho:
Ja. Wenn Sie die Thermodynamik eines nachhaltigen Systems betrachten, basiert es tatsächlich auf diesem Null-Entropie-Ideal. Da alle Aktivitäten in dem quantenkohärenten System miteinander verknüpft sind, sind sie korreliert, die Entropie ist Null; Das System hat effektiv nur einen einzigen Freiheitsgrad.

ATHM (Dr. Riley):
Zunehmende Entropie ist charakteristisch für Inkohärenz.

Dr. Ho:
Ja. Wenn Sie ein ideales nachhaltiges System haben, ist es eine Kreislaufwirtschaft. Um es thermodynamisch auszudrücken, wenn Sie eine geschlossen Kreis haben, dann akkumulieren sie weder, noch erzeugen sie Entropie. Natürlich ist der Organismus ein offenes System, und was sie finden ist, dass wenn es keine Entropie im Inneren anhäuft, die Entropie nach außen verlagert wird, aber sogar diese verlagerte Entropie – der Abfall- ist minimal. Das ist das Ideal der Nachhaltigkeit, und dies ist auch durch das natürliche Ökosysteme angenähert, welches für tausende von Jahren funktioniert. Wenn wir es neu erschaffen wollen, dann müssen wir lernen es wie die Natur zu machen, Kreislaufwirtschaft der Natur, deshalb ist Recycling sinnvoll.

ATHM (Dr. Riley):
Somit sind unsere aktuellen Finanzkrisen eine Widerspiegelung sozialer Inkohärenz?

Dr. Ho:
Es ist interessant: Die Leute sagen: „Energie ist wie Geld.“
Das ist in der Tat der größte Trugschluss. Ein kohärentes System, ein nachhaltiges System, arbeitet durch guten Willen und durch fairen Austausch. Es lebt vom fairen Handel – man muss einen realistischen Ausgleich für die Ressourcen erbringen. Sie müssen die Ressourcen vollständig kompensieren. Wenn du zu wenig bezahlst, müssen die Leute viel härter arbeiten und die natürlichen Ressourcen werden über Gebühr ausgebeutet und deshalb verarmt die Umwelt. Und da wir von unserer Umwelt abhängig sind, sind wir jetzt auch ärmer als vorher.
Wenn Sie zu viel Geld generieren, was passiert dann? Das ist wie mehr Entropie, da dadurch künstlich die Kaufkraft einiger Leute aufgebläht wird und diese neigen dazu, viel zu viel zu konsumieren. Da fairer Austausch sich wie Energie verhält, wir uns aber unfairen Austausch auf dem Finanzmarkt gönnen, ist das mehr wie Entropie, bloße Entropie. Deshalb neigt es dazu, das natürliche Ökosystem zu verwüsten und macht uns dadurch alle effektiv ärmer.
Wenn man sich das konventionelle System anschaut, da es auf unendlichem Wachstum basiert, schließt es den Zyklus nicht. Es ist wie ein Hurrikan. Es schluckt alles auf seinem Weg und hinterlässt Zerstörung, und deshalb ist es ein Auf und Abzyklus, die dem System innewohnt. Es gibt mehr
Informationen dazu auf der Website des Instituts für Wissenschaft in der Gesellschaft.

ATHM (Frau Snyder):
An was arbeiten Sie gerade?

Dr. Ho:
Ich arbeite an viel zu vielen Dingen, unter anderem versuche ich ernsthaft zu malen. Wir veröffentlichen eine Zeitschrift am Institut für Wissenschaft in der Gesellschaft, in der wir sowohl unabhängige Kunst als auch unabhängige Wissenschaft fördern. Wir engagieren uns in zahlreichen Kampagnen, um Politiker davon zu überzeugen, nachhaltig zu sein, nicht genetisch veränderte Lebensmittel zu erzeugen und solche Dinge. Vielleicht sollten Sie mich fragen, an was ich gerade nicht arbeite!

ATHM (Frau Snyder):
In einem ihrer Bücher sagen Sie: „Wissenschaft ist das Streben nach dem intimsten Verständnis der Natur. Es ist keine Industrie, um bestehende Theorien zu validieren und Schüler in die richtigen Ideologien zu indoktrinieren.“ Bezogen auf diese Aussage, denken Sie die Wissenschaft bewegt sich in die richtige Richtung?

Dr. Ho:
Ein Teil davon bewegt sich in die richtige Richtung, weshalb ich so begierig darauf bin, die Literatur zu betrachten, um zu sehen, ob es Forscher gibt die sich zum Beispiel der Quantenkohärenz nähern. Es gibt viel Forschung über das Wasser, und ich erwähnte einige Forschungen in der Photosynthese. Sie entdecken, langsam, die Quantenkohärenz in lebenden Systemen. In der Physik bewegt sich die Quantenoptik ebenfalls in eine sehr interessante Richtung.
Quantencomputer und Hochtemperatur-Superleitfähigkeit – diese Dinge drohen die Biologie zu verändern. Biologie ist noch das mechanischste. Medizin ist das Schlimmste. Medizin ist weit zurück. Ein Thema das mir sehr am Herzen liegt sind all diese Medikamente, die nicht gut für uns sind. Ich verwende ziemlich viel Zeit damit, meinen Mann vor seinen Ärzten zu beschützen und sie davon abzuhalten, ihm mehr Medikamente für seine Beschwerden zu geben. Diese Drogen verursachen mehr Nebenwirkungen als alles andere, da die Medizin immer noch auf den gleichen mechanistischen Idee basiert.
Molekulargenetik hat es noch schlimmer gemacht. Aber diecGenetik drängt in diese organische, nicht-mechanistische Richtung. Ich habe ein Buch mit dem Namen „ Living with the Fluid Genome“ vor einiger Zeit geschrieben. Es handelte davon, weshalb Gentechnik so schlecht ist, weil es nicht realisiert, dass Quantenkohärenz, diese Ganzheit im lebenden Organismus, an sich eine natürliche Gentechnik ist, von der Sie nur eine Ahnung davon im flüssigem Genom bekommen können. Das Genom reagiert auf die Umgebung. Einige Reaktionen können dazu führen, dass die Gene sich selbst verändern. Und nun deckt ironischerweise diese mechanistische Stoßrichtung in der Molekulargenetik viel mehr über das flüssige Genom auf.

ATHM (Dr. Riley):
Würden Sie sagen, dass einige der Ideen, die aus dem Bereich der Genomik kommen, das Prinzip der Kohärenz bestätigen?

Dr. Ho:
Ja, und sie wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Die „Vererbung von erworbenen Eigenschaften“ war unter anderem eine Hypothese von Jean-Baptiste Lamarck, ein französische Naturforscher. Ein Lamarckian oder ein Neo-Lamarckian genannt zu werden war eine echte Beleidigung. Ich war ein NeoLamarckian in den 1980er Jahren. Nun, wenn Sie die Molekülmechanismen betrachten, gibt es kein klareres Beispiel für den Lamarckismus bei der Arbeit. Es ist wirklich die Vererbung von erworbenen Eigenschaften. Erfahrung verändert Gene, und diese Einflüsse können an die nächste Generation weitergegeben werden. Das alles kommt aus der molekulargenetischen Forschung, Genomik. Wir nennen es jetzt Epigenomik.

ATHM (Dr. Riley):
Ich würde gerne zu etwas zurückkehren, was Sie vorher gesagt haben. Sie haben über den Reduktionismus in der Biologie gesprochen. Für mich ist die Medizin viel schlimmer. Würden Sie mir zustimmen, dass die Dinge, von einem systembiologischen Ansatz aus zu betrachten, in die richtige Richtung zielen würde, anstatt nur aus dem Reduktionismus der Medizin?

Dr. Ho:
Es hängt davon ab, was Sie unter Systembiologie verstehen. Es scheint mir, dass für manche Menschen „Systembiologie“ bedeutet, alles in einen Computer zu werfen und hoffen, dass es Sinn macht. Einige nützliche Informationen kamen aus der Analyse des Genoms, aber sie sind weit davon entfernt, einen Sinn zu ergeben, und eine menge Informationen sind auf der Suche nach einer Systemtheorie.
Das gegenwärtige medizinische Denken besteht darin, Krankheiten durch Moleküle zu definieren. Sie haben einzelne Molekülkrankheiten; Sie haben Einzelmolekül-Interventionen. In der Tat gibt es viele Fehldiagnosen, eine Menge ignorieren das System als Ganzes. Es gab so einen Hype der Gentherapie und ehrlich gesagt, haben sie mehr Kummer als Nutzen verursacht.
Sie können ein Molekül nicht einfach in ein System schieben, da die Moleküle in einem ganzen Netzwerk agieren und diese müssen sich mit dem Ganzen ändern. Sie müssen Quantenjazz mit dem ganzen Organismus machen, mit all den anderen Molekülen und mit dem ganzen System, an jedem einzelnen Ort im Körper. Zum Beispiel in Ihrem Körper, Sie haben Billionen, Dutzende Billionen von Zellen. Und jede einzelne Zelle im Körper ist in jedem Moment anders. Wie können Sie da behaupten, dass sie Krankheiten heilen, indem Sie sich auf ein einzelnes Molekül konzentrieren, dass mittels eines viralen Trägers, in jeder Zelle und für immer überexprimiert wird?
Schädliche Nebenwirkungen werden mit diesen sogenannten Biologika, biologischen Medikamenten, die sie auf den Markt drängen, schlimmer, weshalb ich sagte, dass ich viel Zeit damit verbracht habe, mein Mann von seinen Ärzten zu schützen.

ATHM (Dr. Riley):
Können Sie uns ein Beispiel für diese Biologischen Medikamente geben, von denen Sie sprechen?

Dr. Ho:
Es gibt eine ganze Reihe von ihnen. Und die schlimmsten sind die Antikörper. Ein Beispiel dafür war die Londoner Drogenversuch-Katastrophe im Jahr 2006. Es beteiligten sich sechs junge gesunde Freiwillige in London, England, welche nach der Injektion mit einer Testdroge, welche Autoimmun-erkrankungen und Leukämie bekämpfen sollte, schwer krank wurden. Wir haben den Vorfall gründlich in unserer Zeitschrift „Wissenschaft in der Gesellschaft“ beleuchtet. Alle sechs erlitten multiples Organversagen und wurden auf die Intensivstation gebracht. Die Regulierungsbehörde für Medikamente und Gesundheitswesen, die die Genehmigung für den Versuch gab, zog sofort die Genehmigung zurück, und eine internationale Warnung wurde ausgegeben, um zu verhindern, dass das Medikament im Ausland getestet wird. Das Medikament, TGN1412, war ein monoklonaler Antikörper. Sie können nähere Details dazu unter folgendem Link erfahren: http://www.i-sis.org.uk/LDTC.php.
Der Name einer Droge gibt ihnen keinen direkten Bezug zu dem, was sie wirklich ist, also müssen sie sich die Droge ansehen, und dann müssen sie folgendes herausfinden: „Ist es ein Protein? Ist es ein monoklonaler Antikörper? Oder ist es etwas anderes? “ Ein weiteres Beispiel sind die jüngsten Schweinegrippe-Impfstoffe: Praktisch alle sind potenziell gefährlich, gefährlicher als die Schweinegrippe selbst.

ATHM (Dr. McCraty):
Wie beschreiben oder definieren Sie Kohärenz für einen Laien in einer Weise, die nicht die Kreuzkohärenz einbezieht, aber die Kohärenz im Kontext der globalen Kohärenz umfasst? Ob es nun auf der Ebene des einzelnen Menschen oder der menschlichen Interaktion mit einem äußeren System oder sogar innerhalb des Kosmos ist?

Dr. Ho:
Ich würde es mit Quanten-Jazz beschreiben, was jeder verstehen kann. Was Sie in Kreuzkorrelationen entdecken, ist eine Art der Kohärenz, aber es ist nicht die perfekte Quantenkohärenz. Wir haben keine Theorie dazu, zumindest keine vollständige formale Theorie von Quantenkohärenz des Organismus. Wir haben gute Theorien der Quantenkohärenz von Lasern oder von festen Systemen oder von nicht lebenden Systemen. Wir haben sehr gute Theorien darüber, aber wir haben keine formale Theorie des Organismus, die man in eine Gleichung schreiben könnte. Vielleicht werden wir es nie haben. Ich weiß es nicht. Aber da sind wir.

ATHM (Dr. McCraty):
Als Sie von der Arbeit in der Photosynthese sprachen, erwähnten Sie, dass die Wissenschaftler alle aufgeregt darüber sind, dass Kohärenz über einige Femtosekunden besteht, aber ihre Messungen an den Larven, zeigten globale Kohärenz über Minuten.

Dr. Ho:
Ich bin mir sicher, wenn wir Sie unter ein Polarisationsmikroskop stellen würden, dann wären auch Sie wie Flüssigkristallin.

ATHM (Dr. McCraty):
Nun, genau hier ist ein Beispiel für Kohärenz. Es besteht über Minuten bis Stunden.

Dr. Ho:
Lange Kohärenzzeiten bedeuten nichts. Übrigens, Fritz Popp ist immer noch in der Lichtemissionsbiophotonen-Forschung beteiligt. Ein paar von meinen Freunde in Catania, mit denen ich auch arbeite, darunter Franco Musumeci, ich traf Sie alle in Fritz Popps Labor. Wir haben viele Beweise für die Kohärenz über großer Reichweite gefunden, wie in meinem Buch beschrieben, aber es neigt dazu, verworfen zu werden, weil die Leute es nicht verstehen und weil man keine Gleichung aufschreiben kann. Aber ich habe keine Zweifel, dass das Leben quantenkohärent ist. Organismen sind Quantenjazz-Spieler, welche das Leben ins Sein tanzen.